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Korschenbroich: Hauptstraße wird im April fertig

Korschenbroich : Hauptstraße wird im April fertig

Die Hauptstraße in Glehn muss wegen Asphaltierungsarbeiten noch einmal komplett gesperrt werden. Das Projekt soll 150 000 Euro weniger als zunächst erwartet kosten. Die Kosten werden auf insgesamt 650 000 Euro geschätzt.

Der Ausbau der Hauptstraße (K 8) in Glehn wird vermutlich günstiger als erwartet. Das wurde jetzt im Kreisausschuss für Nahverkehrs- und Straßenbau noch einmal deutlich. Dort zog die Kreisverwaltung eine Zwischenbilanz der Arbeiten. War lange die Rede von Baukosten in Höhe von rund 800 000 Euro, könnten es nun 650 000 Euro werden. Dem NRW-Entflechtungsgesetz zufolge übernimmt das Land bei einem Fördersatz von 60 Prozent rund 390 000 Euro, während der Eigenanteil des Kreises letztlich bei etwa 260 000 Euro liegen dürfte. Die Hauptstraße soll durch den Umbau sicherer und attraktiver werden.

Dennoch gab es anfangs Kritik: Als der Rhein-Kreis Neuss die Ausbaupläne vor einem Jahr vorstellte, stieß dies in Glehn auf wenig als Begeisterung. Kreis-Tiefbauamtsleiter Helmut Lenzen stellte den Glehnern angesichts einer Fülle von Detailkritik damals gar in Aussicht, die Pläne fallen zu lassen, wodurch der Kreis "viel Geld sparen" könne. Ein Ortstermin wurde anberaumt, die lautesten Proteste verstummten. Mittlerweile hat sich der Pulverdampf verzogen, was auch für den im Februar 2011 heftig diskutierten Umbau der Busbuchten zu barrierefreien Buscaps gilt.

Seit Anfang Oktober 2011 läuft der Umbau der K 8. Der Zwischenstand wird vom Kreis-Tiefbauamt als durchweg positiv bewertet. Die Arbeiten seien "weit fortgeschritten" und lägen angesichts ihres zügigen und reibungslosen Verlaufs "voll im Zeitplan". Nachdem angesichts des milden Winters bereits wieder mit den tiefbautechnischen Arbeiten begonnen werden konnte, "sind die Asphaltarbeiten in der Ortslage für Anfang bis Mitte April" anvisiert. So steht es im Bericht des Tiefbauamts. Die Bürger müssen sich dann in Geduld üben: Für die komplette Erneuerung der Asphaltdecke ist eine vier Tage dauernde Vollsperrung nötig.

Während der komplette Straßenzug neu asphaltiert wird, soll es an den markanten Knotenpunkten eine Neuerung geben: Dort wird sogenannter Rotasphalt eingebaut. Dafür sind Außentemperaturen von mindestens zehn Grad nötig. Für den Radverkehr werde es "eine deutliche Verbesserung mit weniger Konfliktpunkten" geben, teilt das Kreis-Tiefbauamt mit. Insgesamt soll das Projekt "das Geschwindigkeitsniveau in der gesamten Ortsdurchfahrt reduzieren", so das Kreis-Tiefbauamt.

(NGZ/rl)