Korschenbroich: Hauptschule jetzt gesichert

Korschenbroich: Hauptschule jetzt gesichert

Die Realschule in Kleinenbroich steht bei Schülern und Eltern ganz hoch im Kurs. Für das neue Schuljahr wurden 133 Kinder angemeldet. Der Hauptschule liegen 24 Anmeldungen vor – das reicht für eine Eingangsklasse.

Die Realschule in Kleinenbroich steht bei Schülern und Eltern ganz hoch im Kurs. Für das neue Schuljahr wurden 133 Kinder angemeldet. Der Hauptschule liegen 24 Anmeldungen vor — das reicht für eine Eingangsklasse.

Dieter Roland (57) kann durchatmen. Er hat die Hürde von mindestens 18 Schülern geschafft. Bislang haben sich bereits 24 Viertklässler an der Von-Stauffenberg-Straße angemeldet, um nach den Sommerferien von der Grundschule zur Hauptschule zu wechseln. "Damit ist unsere Schule nicht gefährdet", erklärte Schulleiter Roland, der mindestens 18 Kinder für eine Eingangsklasse benötigt. Er weiß auch: "Jede Woche kleckern jetzt noch Anmeldungen hinterher."

Zurzeit besuchen 329 Jungen und Mädchen im Stadtgebiet Kor-schenbroich die vierte Klasse einer Grundschule. 246 sind aktuell auch für eine weiterführende Schule angemeldet. 24 werden nach den Sommerferien zur Hauptschule in Kleinenbroich gehen. Unter ihnen sind erstmals auch sechs Förderschüler, sie werden gemeinsam mit den anderen unterrichtet.

Im Vorjahr gab's 22 Anmeldungen. "Wir haben an der Hauptschule ein einzügiges System", so Bürgermeister Heinz Josef Dick (60). Der für Schulen zuständige Hauptverwaltungsbeamte weiß aber auch: "Spätestens ab Klasse 7 werden die Klassen dort wieder größer, wenn nämlich die ersten Schulwechsel anstehen." Dick, der die Entwicklung der Schülerzahlen mit Argusaugen verfolgt, betont: "Die Hauptschule ist nicht in ihrer Existenz gefährdet. Im Moment sehe ich keine Gefahr."

Dass sich die Hauptschule in den zurückliegenden Jahren mit den Anmeldezahlen etwas schwerer tut, führt Dick auf den landesweit schlechten Ruf dieser Schulform zurück: "Auch wenn das für unsere Schule nicht zutrifft, ist sie indirekt doch betroffen." Schülerrückgänge weist der Schulentwicklungsplan dann auch erst ab 2013 aus. Und so warnt Dick vor einem "Schnellschuss", wie den der Ratsfraktion "Die Aktive". Sie hatte aus Kostengründen im Hauptausschuss gefordert, die Hauptschule in die Realschule zu verlegen. Dicks Kommentar dazu: "Bis 2013 haben wir ausreichend Zeit, um uns mit diesem Thema zu befassen."

Während dem Gymnasium Korschenbroich bislang 90 Anmeldungen vorliegen — im Vorjahr waren es 92 — ist in diesem Jahr die Realschule in Kleinenbroich der klare Favorit: Sie startet nach dem Ferien mit fünf Eingangsklassen. Schulleiterin Martina Bartes-Walther (54) bewertet den großen Sprung von 85 auf jetzt 133 Anmeldungen als "Beweis für gute Arbeit". "Das sind 48 Schüler mehr als im Vorjahr", freut sie sich über so viel Resonanz. Davon kommen gut 15 Schüler aus dem benachbarten Mönchengladbach und aus Kaarst-Büttgen. Dies wundert Dick nicht. Anders herum ist es auch der Fall: Aktuell werden in Neuss — am Marienberg — 140 Mädchen aus Korschenbroich in den Klassen fünf bis 13 unterrichtet. Bürgermeister Dick: "Im Mai können wir endgültig sagen, welche Klassen in den weiterführenden Schulen gebildet werden können."

(NGZ)