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Korschenbroich: Hauptschule ist keine Alternative für Bauhof-Neubau

Korschenbroich : Hauptschule ist keine Alternative für Bauhof-Neubau

Haushaltsberatungen: Stadtrat wird ab 2014 kleiner – die Politik will sechs Sitze streichen. Ersparnis: 90 000 Euro.

Haushaltsberatungen: Stadtrat wird ab 2014 kleiner — die Politik will sechs Sitze streichen. Ersparnis: 90 000 Euro.

Zwei Stunden und 20 Minuten — in Rekordzeit bewältigten gestern Abend die Mitglieder des Hauptausschusses die Haushaltsberatungen. Dass der Stadt nur noch wenige Möglichkeiten zum Sparen bleiben, machten im Laufe der Debatte alle Fraktionen deutlich.

Der größte Posten schlägt ab 2014 — auf fünf Jahre verteilt — mit 90 000 Euro zu Buche. Die Ratsverkleinerung wurde dann auch einstimmig in einem gemeinsamen Antrag auf den Weg gebracht. Jetzt muss nur noch der Stadtrat das Votum in seiner Sitzung am 29. November im "Haus Schellen"bestätigen.

Die Vorlage zu diesem Thema kam zunächst von CDU und SPD mit einem gemeinsamen Antrag. Die bisher 22 Wahlkreise sollen künftig auf 19 reduziert werden. "Dabei sollen historisch gewachsene Strukturen, wie etwa die Grenzen der ehemaligen Ämter und Gemeinden auf dem heutigen Stadtgebiet, so weit wie möglich berücksichtigt werden", warb CDU-Fraktionschef Marc Venten um Zustimmung. SPD-Fraktionsvorsitzender Paul Jahny erinnerte: "Der Stadtrat muss die Neuerung bis spätestens zum 21. März beschließen.

" Für Wolfgang Houben (Grüne) war die angestrebte Ratsverkleinerung um sechs Sitze ein bekanntes Thema: "Wir stellen diesen Antrag bereits seit 2005 — immer wieder." Obschon die dadurch entstehenden Einsparungen erst im Haushaltsjahr 2015 wirksam würden, könnten sie bereits in das Haushaltssicherungskonzept eingearbeitet werden, zeigte er sich begeistert. Houbens Anregung, aus dem CDU/SPD-Antrag einen gemeinsamen Antrag zu machen, wurde von allen Parteien ebenso befürwortet wie der Inhalt.

Der Versuch der Aktive, das Hauptschulgebäude langfristig für die Verwaltung der städtischen Betriebe "Stadtpflege" und "Abwasser" zu nutzen, fand keine Mehrheit. Fraktionschef Hanns-Lothar Endell wollte damit die Ausgaben für den geplanten Bauhof-Neubau einsparen.

Bürgermeister Heinz Josef Dick war wenig begeistert. Er fürchtet eine Verunsicherung bei Schülern und Lehrern. Noch sei die Sekundarschule nicht angelaufen. Zudem warnte der Verwaltungschef vor Schnellschüssen: "Eine Umrüstung kostet Geld. Außerdem besteht noch eine Zweckbindung bis 2025, wenn wir die Zuschüsse nicht vorher zurückzahlen wollen." Mit dem Hinweis hatte Dick den Hauptausschuss überzeugt: "Hier haben wir noch ein bisschen Zeit."

Dass sich mit einer sinnvollen Kombination von Heizungssystem und Stromversorgung Geld sparen lässt, darüber waren sich auch ausnahmslos alle einig. Dazu muss allerdings erst investiert werden. Die Kita "Am Hallenbad" soll eine neue Heizung bekommen. Investition: 150 000 Euro. "In fünf Jahren haben wir die Summe wieder raus", sprach Venten den Spareffekt offen an.

(NGZ/rl)