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Handball: Wistuba und Jennes verlassen den TV Korschenbroich

Korschenbroich : Wistuba und Jennes verlassen den TV Korschenbroich

Sascha Wistuba will aus beruflichen und familiären Gründen in Zukunft kürzertreten. Aaron Jennes hofft noch auf persönlichen Abschied von den TVK-Fans.

(sit) Ob die Saison tatsächlich mit einer Aufstiegsrunde zur 3. Liga zu Ende gespielt werden kann, ist noch offen, doch personell ist der TV Korschenbroich dabei, Fakten zu schaffen: So werden den Handball-Regionalligisten nach dem letzten Match in dieser Spielzeit in Kreisläufer Aaron Jennes und Rechtsaußen Sascha Wistuba zwei überaus verdiente Akteure verlassen.

Wistuba war im Sommer 2018 von der DJK Adler Königshof zum TVK gekommen – und hatte sich in der Folge unentbehrlich gemacht: Der Torjäger zählt sowohl  auf als auch neben dem Platz zu den ganz wichtigen Führungsspielern, war gemeinsam mit Philip Schneider Kapitän des Teams sowie darüber hinaus als Athletiktrainer entscheidend in den Trainingsbetrieb und die Saisonvorbereitung eingebunden. Ob er dem Verein zumindest in dieser Funktion erhalten bleibt, müsse noch besprochen werden, sagt der Sportliche Leiter Klaus Weierbrock. Der bevorstehende Abschied fällt dem 30-Jährigen schwer, denn Korschenbroich sei einfach ein sehr guter Handballstandort, im Gesamtpaket sogar einer der besten in der Region. „Aber bei mir haben sich berufliche, aber vor allem familiäre Veränderungen ergeben, die es mir nicht mehr erlauben, den hohen Fahraufwand von meinem Wohnort mit dem Trainings- und Spielbetrieb auf diesem Niveau in Einklang zu bringen. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, zukünftig kürzerzutreten.“ Für seinen Trainer Dirk Wolf steht schon jetzt fest: „Das wird auch für mich ein sehr emotionaler Abschied. Ich habe Sascha schon als Jugendspieler zu den Senioren geholt und wir haben dann zehn Jahre zusammengearbeitet.“

Jennes wechselte bereits 2017 mit 19 Jahren vom Verbandsligisten TSV Kaldenkirchen zum TVK. Und rund um die Waldsporthalle hat man seinen Beitrag zum Neuaufbau nach dem Drittliga-Abstieg 2018 nicht vergessen. „Aaron hat uns mit seiner Präsenz in der Deckung sehr geholfen, unser schnelles Gegenstoßspiel umsetzen zu können“, sagt Weyerbrock. Dass sich der Verein trotzdem entschieden hat, auf der Position des Kreisläufers eine Veränderung vorzunehmen, findet der Zwei-Meter-Mann ausgesprochen schade: „Ich habe mich hier immer unheimlich wohlgefühlt. Und es wäre schön, wenn ich die Gelegenheit bekomme, mich auch noch persönlich von unserem tollen Publikum zu verabschieden.“