Handball: Vikings verlieren auch mit Jörg Bohrmann

Handball : Vikings verlieren Kellerduell mit neuem Trainer

Der Neustart in der 2. Handball-Bundesliga mit Coach Jörg Bohrmann misslingt. Beim TV Großwallstadt heißt es am Ende 25:31.

Der Trainerwechsel beim HC Rhein Vikings hat im ersten Spiel noch keine Wirkung gezeigt: Im Kellerduell der zweiten Handball-Bundesliga verloren die Wikinger um ihren neuen Coach Jörg Bohrmann beim TV Großwallstadt deutlich mit 23:31 (Halbzeit 11:15). In der Tabelle rutschten die Düsseldorfer damit auf den vorletzten Tabellenplatz ab.

Nach der Beurlaubung des bisherigen Coaches Ceven Klatt erhofften sich die Verantwortlichen einen Schub in der Mannschaft und idealerweise auch einen oder gar zwei Zähler in Franken. Doch so routiniert der 49-jährige Bohrmann auch ist, Wunderdinge innerhalb von weniger als zwei Tagen als Übungsleiter durften sicherlich nicht erwartet werden. Umso mehr drängt sich die Frage auf, ob der Wechsel auf der Trainerbank in dieser englischen Woche wirklich eine gute Idee war. „Die Mannschaft hat gekämpft, aber in der Abwehr keinen Zugriff bekommen“, analysierte Bohrmann. „Im Angriff haben wir zu viele Bälle liegengelassen.“ Die größte Baustelle sieht er jedoch an anderer Stelle: „Man merkt eine Verunsicherung im Team, wir haben noch viel Arbeit vor uns.“ In Großwallstadt gingen die Vikings zwar durch Christian Hoße mit 1:0 in Führung, liefen nach dem 2:1 für den TVG durch Tom Spieß (5.) jedoch die gesamte Spielzeit einem Rückstand hinterher. Zur Halbzeit lagen die Vikings mit vier Toren zurück. In der zweiten Hälfte gelang den Gästen keine Wende mehr, auch wenn sie sich zu Beginn noch auf 14:16 herankämpften (36.). Bennet Johnen sah bei den Vikings die Rote Karte (45.).

Der neue Coach sorgte für zwei Neuerungen im Spiel der Vikings: Zu Spielbeginn lief erstmals der 19-jährige Moritz Görgen als Rechtsaußen auf und US-Nationalspieler Paul Skorupa spielte in der Verteidigung anstelle des verletzten Miladin Kozlina. Bis zum Heimspiel am Sonntag (17 Uhr) stehen Bohrmann insgesamt drei Trainingseinheiten zur Verfügung, um das Team besser kennenzulernen und seine Ideen vermitteln zu können. Mit dem ASV Hamm-Westfalen kommt jedoch ein Großkaliber ins Castello.

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