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Handball: Handball: TSV tauscht Trainer und verliert

Handball : Handball: TSV tauscht Trainer und verliert

Wenn ein Trainer fünf Tage vor dem ersten Meisterschaftsspiel der Handball-Oberliga die Brocken hinwirft, vermutet man gemeinhin Zerwürfnisse oder ähnlich Spektakuläres.

"Bei Christian Hentschel waren es allein persönliche Gründe", versichert hingegen Björn Barthel, Handball-Koordinator des TSV Bayer Dormagen, "er konnte sein Traineramt aus zeitlichen Gründen nicht mehr so ausführen, wie es bei seiner Verpflichtung vor einem halben Jahr den Anschein hatte." Hentschel war nicht zuletzt wegen seiner Funktion als Leiter des Sportinternats in Knechtsteden Wunschkandidat des TSV für "diese wichtige Schnittstelle zwischen Jugendbereich und Drittliga-Team" (Barthel) gewesen. Er selbst empfahl seinen bisherigen Co-Trainer Boris Lietz als Nachfolger. Lietz, vom Verbandsligisten HSG Refrath/Hand nach Dormagen gekommen, soll die Reserve zunächst bis zum Saisonende führen.

Dass er damit keine einfache Aufgabe übernommen hat, merkte er gleich im ersten Meisterschaftsspiel, dass der TSV II mit 25:32 (Halbzeit 13:18) bei der DJK Westwacht Weiden verlor. Barthel sieht in der Niederlage freilich kein Alarmsignal: "Die Mannschaft braucht Zeit, ihre Zusammensetzung wird ja weitgehend davon bestimmt, welche Spieler überhaupt zur Verfügung stehen und wer von ihnen in der Dritten Liga oder bei der A-Jugend spielt." In Weiden erzielten Feindt (5), Pestinger (4), Hampel (4/2), Heising (4/3), P. Hüter (2), Kauwetter (2), Beckers (2/1), Minten und Rollmann (je 1) die Tore für die Dormagener, die am Sonntag (17 Uhr, TSV-Bayer-Sportcenter) zum ersten Heimspiel die HSG Rheinbach-Wormersdorf erwarten. Der Mittelrhein-Meister, in der Relegation gegen den Neusser HV nur an den zu wenig erzielten Auswärtstoren am Aufstieg in die Dritte Liga gescheitert, hatte allerdings einen kapitalen Fehlstart zu verzeichnen: Er verlor sein erstes Heimspiel mit 26:27 gegen den Dünnwalder TV. "Aber die Jungs werden die zum Klassenerhalt nötigen Punkte noch holen", ist Barthel überzeugt. Und auch Lietz sagt: "Wichtig ist, dass wir Sicherheit in unsere Konzepte bekommen, dann blicke ich zuversichtlich in die neue Spielzeit.

(-vk)