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Handball: TSV Bayer Dormagen ferigt DJK Rimpar Wölfe mit 34:24 ab.

Handball : TSV veredelt Comeback der Fans mit Kantersieg

Zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit wieder vor Zuschauern schlägt der Handball-Zweitligist aus Dormagen die DJK Rimpar Wölfe mit 34:24.

Was für ein Gegensatz: Am 2. Oktober unterlag der TSV Bayer Dormagen im heimischen Sportcenter dem Dessau-Roßlauer HV mit 21:24. Danach sperrte die vermaledeite Corona-Krise die Fans komplett aus – bis zu diesem Freitag. Zwar kamen zum Comeback nur 210 Zuschauer, doch die durften sich, sofern ihr Herz für die Bayer-Handballer schlägt, bestens unterhalten gefühlt haben. Denn die Hausherren spielten sich gegen die DJK Rimpar Wölfe in der Schlussphase in einen Rausch und feierten einen 34:24-Erfolg (Halbzeit 15:11).

Auf Augenhöhe begegneten sich die Kontrahenten dabei nur in der ersten Hälfte. Schon als Tim Mast kurz vor der Pause zum 15:10 (29.) traf, war die Partie im Grund entschieden. Sicher. Die unter dem inzwischen entlassenen Trainer Ceven Klatt für ihre höchst unangenehme Spielweise bekannten Gäste witterten, auch begünstigt durch einige umstrittene Zeitstrafen gegen den TSV, noch mal Morgenluft, verkürzten auf 13:16 (32.), doch als sie selbst eine doppelte Überzahl nur zu einem Treffer nutzten (21:24/47.), musste auch ihr erfahrener Trainer Rolf Brack erkennen, dass an diesem Tag nichts mehr ging.

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Dafür machte er freilich nicht nur die Personalprobleme und die Tücken des Spielplans verantwortlich, sondern auch die Qualität der Gastgeber: „Dormagen war von jeder Position aus torgefährlich. Da geht jeder Spieler dahin, wo es wehtut.“ Die letzten 13 Minuten gingen so mit 10:3 an den TSV, gegen dessen Rückraum mit Alexander Senden (5 Tore), André Meuser, Ian Hüter und Benni Richter (alle 4) die krass nachlassenden Wölfe kein Mittel fanden. Das eröffnete Räume am Kreis, die Aron Seesing (4) und Patrick Hüter (3) konsequent besetzten.

TSV-Trainer Dusko Bilanovic war mit seinen Jungs, die zuletzt drei Mal in Folge verloren hatte – negativer Höhepunkt war sicher die 25:35-Pleite in Gummersbach – natürlich hundertprozentig zufrieden, vermochte den Kantersieg indes nüchtern einzuordnen. „Nach drei Spielen in sieben Tagen standen die Wölfe, die am Dienstag noch Wilhelmshaven deutlich mit 43:25 geschlagen hatten, da, wo wir in Gummersbach gestanden haben. Rimpar fehlte die nötige Frische, und als wir das gemerkt haben, haben wir einfach noch mehr Gas gegeben.“ Sein flockig-leichtes Fazit: „Wir haben heute schönen Handball gesehen.“

Die Tore für Dormagen warfen: Seesing (4), Senden (5), Meuser (4), Richter (4/3), I. Hüter (4), Reimer (5/2), P. Hüter (3), Rehfus (1/1), Mast (4); für Rimpar erfolgreich waren: Schömig (7/1), Karle (1), Neagu (2), Schmidt (5/4), Siegler (1), Schulz (3), Dayan (4), Sauer (1).