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Handball: TSV Bayer Dormagen fällt auf Abstiegsplatz zurück

Handball : TSV fällt auf Abstiegsplatz zurück

Die Talfahrt des unter argen Personalproblemen leidenden Zweitligisten vom Höhenberg geht weiter. Gegen den Dessau-Rosslauer HV setzte es die dritte Niederlage in Folge.

Nichts für zartbesaitete Gemüter ist in diesen Tagen der Blick auf die Tabelle der Zweiten Handball-Bundesliga, sofern ihr Herz für den TSV Bayer Dormagen schlägt. Denn die weist die Schützlinge von Trainer Dusko Bilanovic als 18. aus, ein Abstiegsplatz. Zu verhindern war der Absturz am Mittwoch im Heimspiel gegen den Dessau-Rosslauer HV eigentlich nicht, dazu fehlte den personell schon seit Saisonbeginn von gravierenden Personalproblemen gebeutelten Dormagenern beim 23:27 (Halbzeit 13:13) vor 480 Zuschauern schlichtweg die Waffen.

Weil die Nöte des Kontrahenten natürlich auch den Gästen aus Sachsen-Anhalt nicht verborgen geblieben waren, hatte Trainer Uwe Jungandreas seine Mannschaft mit dem klaren Auftrag aufs Feld geschickt, „dieses Spiel zu gewinnen.“ Und darum durfte er nach 60 Minuten zufrieden feststellen: „Wir haben die Gunst der Stunde genutzt.“ Auch wenn der TSV bis weit in die zweite Hälfte hinein dran blieb – in seiner besten Phase zwischen der 24. (9:12) und 34. Minute (15:13) erarbeitete er sich sogar eine Zwei-Tore-Führung – hatte auch Jungandreas erkannt: „Man hat gemerkt, dass Dormagen einfach die Mittel fehlen – besonders in der zweiten Hälfte.“

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Sein Trainerkollege Dusko Bilanovic machte die Niederlage vor allem an zwei Dinge fest. Zum einen: „Wir haben alles versucht, aber uns fehlte der Schwung im Angriff. Wir haben das Spiel nicht in der Abwehr verloren.“ Zum anderen: „Ich hatte von unseren erfahrenen Leuten in dieser Situation mehr erwartet. Sie müssen die Verantwortung übernehmen.“ Bezeichnend war, dass es noch am besten lief, als vor dem Seitenwechsel die Youngster Lucas Rehfus, Lennart Leitz und Sören Steinhaus auf dem Feld standen.

Obwohl die Hausherren, gestützt auf ihren starken Torhüter Martin Juzbasic erst ab der 55. Minute (22:26) entscheidend ins Hintertreffen gerieten, machten die Dormagener, denen vor allem Spielmacher Ian Hüter an allen Ecken und Enden fehlte, nie wirklich den Eindruck, als ob sie diese Partie hätten gewinnen können. Bilanovic versicherte jedoch: „Wir verlieren nicht die Hoffnung.“ Und weiter: „Wir haben gerade mal den siebten Spieltag. Irgendwann werden auch wir unseren Lauf kriegen. Wenn wir komplett sind, werden wir keine Probleme haben.“

Dormagen: Juzbasic; Meuser (3), Leitz (2), Rehfus (3), Biernacki (1), Reimer (1), P. Hüter (2), Johannmeyer, Grbavac (7/4), Seesing (1), Steinhaus, Mast (3) 

Dessau: Ambrosius; Malek (bei einem Siebenmeter); Löser (1), Hrstka (9/2), Sohmann, Bielzer, Gliese, Danneberg, Neumann, Scheithauer (3), Emanuel (2), Pust (2), Leu (1)