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Handball: TSV Bayer Dormagen erwartet am Mittwoch VfL Lübeck-Schwartauu

Handball : Stress ist kein Problem für den TSV

Am Mittwoch ist der TSV Bayer Dormagen in der 2. Bundesliga Gastgeber des VfL Lübeck-Schwartau.

Alle drei, vier Tage ein Handball-Spiel, „natürlich ist das Stress“, sagt Dusko Bilanovic. Aber kein Problem, denn der kluge Trainer baut vor. Und darum sieht der Serbe das Heimspiel des Handball-Zweitligsten TSV Bayer Dormagen am Mittwoch (19.30 Uhr) gegen den VfL Lübeck-Schwartau in einem größeren Zusammenhang. Mit dem im Profifußball so oft bemühten Spruch, „wir gucken nur von Spiel zu Spiel“, kann er gar nichts anfangen. „Ich habe selber in der 1. Liga gespielt. Englische Woche sind für uns nichts Neues. Deswegen die harte Vorbereitung. Wir haben im November mehr trainiert, damit wir im Dezember, mit den vielen Spielen kurz hintereinander, weniger machen können.“

Selbstverständlich lässt er dabei auch die psychische Komponente nicht außer Acht. „Der Kopf muss klar sein.“ Noch wichtiger ist ihm jedoch, abgesehen vom konditionellen Zustand seiner Jungs („Wer nicht fit ist, verletzt sich leichter.“), die taktische Einstimmung auf den jeweiligen Kontrahenten. „Die ist entscheidend.“

Nicht verborgen geblieben ist ihm außerdem, dass sich die Gäste gegenüber dem Vorjahr personell „extrem verstärkt“ haben. Neben seinem ehemaligen Schützling Carl Löfström am Kreis kommt ihm dabei vor allem dessen schwedischer Landsmann Julius Lindskog-Andersson in den Sinn. Der 1,83 Meter große Mittelmann ist der Denker und Lenker im Rückraum, sucht jedoch auch immer wieder höchst erfolgreich selber den Abschluss. Für gute Stimmung sorgten außerdem die 527.000 Euro (davon 100.000 Euro an die Lübecker) vom Land Schleswig-Holstein für seine unter der Corona-Pandemie leidenden Handball-Spitzenklubs. Auf die Unterstützung von Bund, Land, Partnern und Fans sei der Verein auch weiterhin extrem angewiesen, sagt Geschäftsführer Daniel Pankofer (früher Neusser HV, Rhein Vikings), ist mittlerweile aber zuversichtlich. „Wir kriegen das in dieser Saison hin.“

Personell kann VfL-Trainer Piotr Przybecki fast wieder aus den Vollen schöpfen: Nur Thees Glabisch und der langzeitverletzte Fynn Ranke fallen aus. „Ich bin froh, dass wir wieder ein paar Alternativen haben“, sagt der Coach. „Gerade in der Abwehr müssen wir für Entlastung sorgen.“ In Dormagen rechnet Bilanovic derweil damit, dass er nach der WM-Pause mit Beginn der Vorbereitung am 14. Januar wieder auf Torhüter Sven Bartmann und Rückraumshooter Julian Köster, der in dieser Saison verletzungsbedingt noch gar keinen Einsatz hatte, bauen kann.