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Handball: Spiel in Flensburg wird für TSV-Nachwuchs zum Kraftakt

Jugendhandball : Spiel in Flensburg wird für TSV-Nachwuchs zum Kraftakt

Der an Corona erkrankte Chefcoach David Röhrig hat seine Mannschaft im Homeoffice auf das Viertelfinale an der Förde vorbereitet.

Wie gut, dass der TSV Bayer Dormagen in Sachen Handball-Kompetenz auch im Jugendbereich breit aufgestellt ist. So kann nämlich Peer Pütz zusätzlich zu seinen Aufgaben unter anderem als Co-Trainer von Dusko Bilanovic bei den Profis die A-Junioren im Kampf um die Deutsche Meisterschaft unterstützen. Schon beim ungefährdeten 36:30-Sieg am Sonntag über TuSEM Essen saß der 29-Jährige auf der Bank und vertrat den an Corona erkrankten Chefcoach David Röhrig. Und weil der sich zurzeit in Quarantäne befindet, springt Pütz auch im DM-Viertelfinale gegen die SG Flensburg-Handewitt ein – sowohl im Hinspiel an Christi Himmelfahrt an der Förde (Anpfiff 14 Uhr) als auch auch im Rückspiel am Sonntag ab 13.30 Uhr im Ausweichquartier Ostermann-Arena in Leverkusen.

Die Vorbereitung auf die Partie in Essen hatte Röhrig aus dem „Homeoffice“ noch komplett übernommen, war über Kopfhörer sogar während der Begegnung mit seinem Trainerkollegen verbunden. Im Vorfeld des Duells mit Flensburg teilten sich die beiden den Job. Grundlage waren die Videos aus den Spielen der Qualifikationsrunde gegen den SC Magdeburg (27:27) und beim LHC Cottbus (31:21). Die wichtigste Erkenntnis daraus: „Hauptziel im Angriff ist es, taktische Verwirrung zu stiften, um den starken Rückraum in Position zu bringen“, sagt Röhrig. Für pure Dominanz steht dabei der in Brixen (Südtirol) geborene Schwede Mikael Helmersson (1,95 Meter). Eine Herausforderung stellt zudem die kompakte 6:0-Deckung des Kontrahenten dar. Darum ist Röhrig einigermaßen erleichtert, dass neben Jakob Speth (Verdacht auf Kreuzbandriss) nicht noch weitere Akteure ausfallen. Er hofft, wieder auf Lucas Rehfus und Benni Lincks zurückgreifen zu können. Hart wird es aber für Sören Steinhaus, Christian Wilhelm und Aron Seesing, die am Mittwoch mit den Zweitliga-Profis in Hamm spielten (Bericht unter www.ngz-online.de) und sich dann noch in der Nacht gemeinsam mit Peer Pütz auf den Weg an die dänische Grenze machten. „Das müssen wir genau im Auge behalten“, mahnt Röhrig.