Handball : Der beste Bundesliga-Schiedsrichter kommt aus Neuss

Das Finale um den Super-Cup im Düsseldorfer ISS-Dome zwischen dem Deuztschen Meister SG Flensburg-Handewitt und DHB-Pokalsieger SG Flensburg-Handewitt brachten Marc Fasthoff und Peter Behrens souverän über die Bühne.

Dabei standen der 45 Jahre alte Neusser und sein drei Jahre älterer Partner aus Wuppertal unter besonderer Anspannung. Denn vor dem Anpfiff war das Duo als „Schiedsrichter der Saison 2017/18“ von DHB-Präsident Andreas Michelmann und Schiedsrichterwart Wolfgang Jamelle geehrt worden. „Damit hätten wir niemals gerechnet. Mit Lemme/Ullrich, Bernd und Reiner Methe, Fleisch/Rieber und zuletzt Geipel/Helbig haben diese Auszeichnung immer unsere Vorbilder erhalten. Dass wir jetzt diese Auszeichnung bekommen, können wir manchmal immer noch nicht glauben. Als wir davon, in einer Schiedsrichterkabine, erfahren haben, ist es erst einmal ganz still geworden. Wir waren sprachlos,“ sagt Marc Fasthoff. Er begann seine handballerische Karriere bei der HG Kaarst-Büttgen, zunächst als Spieler, später dann als Schiedsrichter. Der in Neuss lebende Außendienstmitarbeiter eines Sanitätshandels und der Polizist aus Wuppertal leiten seit 1999 gemeinsam Spiele. „Wir haben uns auf einem Turnier kennengelernt und uns sofort super verstanden. Uns war schnell klar, dass wir ein gutes Schiedsrichterteam werden könnten,“ sagt Peter Behrens, „kurze Zeit später ist es dann tatsächlich so gekommen und wir haben zusammen in der Regionalliga West bei Wolfgang Jamelle angefangen.“ Innerhalb weniger Jahre führte sie ihr Weg bis in die Bundesliga. Bemerkenswert: Fasthoff ist nicht der einzige Unparteiische aus dem DHB-Kader, der bei der HG Kaarst-Büttgen groß geworden ist. Auch die aus Büttgen stammenden Brüder Christian (37) und Fabian vom Dorff (33) gehören inzwischen zum Elite-Anschlusskader des DHB, das Duo leitet am Freitagabend das Auftaktspiel zur Zweiten Handball-Bundesliga zwischen dem TSV Bayer Dormagen und dem TuS N-Lübbecke. Ihr Vater Klaus vom Dorff saß übrigens beim Supercup als Sekretär am Zeitnehmertisch.

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