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Handball: Sascha Wistuba arbeitet an seiner beruflichen Zukunft

Handball : Sascha Wistuba arbeitet an seiner beruflichen Zukunft

Der 29 Jahre alte Rechtsaußen des TV Korschenbroich besteht Prüfung zum DOSB-Athletiktrainer.

Handball-Regionalligist TV Korschenbroich hat den Trainerstab von Chefcoach Dirk Wolf um Sascha Wistuba erweitert. Der bald 30-Jährige (Geburtstag am Sonntag!) ist nicht nur einer der schnellsten Spieler der Liga, sondern als Personal- und Athletiktrainer fast so etwas wie Wolfs rechte Hand – ausgestattet mit der Kompetenz, diesen Bereich nach persönlichen Vorstellungen und Ideen zu gestalten. Natürlich hat er auch die individuellen Pläne aufgestellt, nach denen die Spieler im „Home Office“ an ihrer Physis arbeiten. Nach neunmonatiger Ausbildung an der Trainerakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes in Köln darf er sich jetzt offiziell zertifizierter Athletik-Trainer des DOSB nennen. Eine Ausbildung, die es in sich hat: Nachzuweisen sind Fähigkeiten im Coaching, der Kraftentfaltung, Mobilität und Agilität sowie Zielbewegungen in Sprint, Sprung, Wurf und Schlag. Wistuba: „Die aus fünf Teilbereichen bestehende Prüfung verlangt zusätzlich die Präsentation eines Anforderungsprofils zur jeweiligen Sportart, eine Hausarbeit über die Planung einer Saison sowie als Abschluss eine einstündige Klausur.“ Wolf weiß das Engagement seines Schützlings zu schätzen: „Ich denke, mit jeder Fortbildung und Lizenz bildet man sich weiter und bekommt neue Impulse, die man bei uns mit einfließen lassen kann. Davon profitieren wir natürlich.“ Wistuba selbst, der dem TVK in der kommenden Saison in seiner Doppelfunktion als Rechtsaußen und Athletik-Coach erhalten bleibt, sieht die Maßnahme als weiteren Schritt in seine berufliche Zukunft. „Was diese Ausbildung für mich so besonders macht, ist die außergewöhnlich hohe fachliche und menschliche Qualität der Referenten und Teilnehmer. Sie lebt vom Erfahrungsaustausch unter den Kollegen und man lernt, wie in der Praxis auf Elite-Niveau gearbeitet wird. Selbstverständlich macht es Arbeit, die Ausbildung in den beruflichen und privaten Alltag zu integrieren, aber das war es allemal wert. Für meine berufliche Karriere ist diese Ausbildung auf jeden Fall ein wichtiger Baustein.“ Als leidenschaftlicher Handballer ist ihm bewusst, dass Theorie und Praxis zusammenpassen müssen. „Zertifikate alleine bedeuten ja noch nicht, dass du gute Arbeit leistest. Sicher war meine Arbeit bei den Rhein Vikings eine tolle Bereicherung, und auch beim TV Korschenbroich bin ich fest davon überzeugt, dass ich meinen Teil zum Erfolg beitrage, aber ob ich es wirklich drauf habe, muss ich jetzt erst mal unter Beweis stellen.“ Noch in Mai startet er mit einem Kursprogramm, für das sich einzelne Handballer, aber auch Trainer und Teams aus allen Ligen anmelden können. Dazu gibt es Seminare zu Themen wie Kraft-, Beweglichkeits- und Präventionstraining. Wistuba: „Langfristig kann ich mir sicher auch ein hauptberufliches Engagement für einen Handball-Bundesligisten in der 1. oder 2. Liga vorstellen. Andere Sportarten schließe ich aber nicht kategorisch aus.“