Handball-Regionalligist TV Korschenbroich erwartet TSV Bonn

Handball : Die Krimi-Freunde sind wieder am Ball

Handball-Regionalligist TV Korschenbroich liebt es spannend in dieser Saison. Am Samstag kommt Bonn in die Waldsporthalle.

Es ist wieder Krimi-Zeit in der Waldsporthalle. Denn der TV Korschenbroich, der dort sein Zuhause hat, liebt es spannend in dieser Saison in der Handball-Regionalliga Nordrhein. Vier Spiele hat der Tabellenvierte bislang absolviert, in dreien entschied ein einziges Tor über Sieg und Niederlage. Zwei Mal (27:26 in Dinslaken, 29:28 in Rheinbach) zugunsten des TVK, ein Mal (23:24 gegen den noch ungeschlagenen Spitzenreiter Opladen) zu seinen Ungunsten.

Und es steht zu erwarten, dass es am Samstagabend (Anwurf ist um 19.30 Uhr) genauso Krimi-mäßig zugehen wird. Denn der Gegner heißt TSV Bonn rechtsrheinisch – und der kommt mit dem genau gleichen Punktekonto (6:2) und genau der gleichen Tordifferenz (+ 9) wie die Gastgeber in die Waldsporthalle gereist. Nur die Gegner waren –falls sich das in dieser ausgeglichenen Liga überhaupt sagen lässt – ein bisschen leichter als die des TVK: Siegen über BTB Aachen (33:29), HSG Siebengebirge (25:24) und den TV Jahn Wahn (27:21) steht eine etwas überraschende 25:27-Heimniederlage gegen Aufsteiger HG Remscheid gegenüber. Trainer David Röhrig, der auch die in der Regionalliga spielende B-Jugend des TSV Bayer Dormagen trainiert, muss allerdings auf seinen „wichtigsten Offensivspieler“ Nils Bullerjahn verzichten, der mit einer schweren Knieverletzung bis Saisonende ausfällt. „Viel schlimmer hätte die Diagnose nicht ausfallen können. Wir werden uns im Angriff völlig neu sortieren müssen.“

Das blieb seinem Kollegen Dirk Wolf bislang erspart. Personelle Schwächungen würden den kleinen Kader des TVK freilich auch hart treffen. Trotzdem sollte niemand mit einem ruhigen Handball-Abend rechnen am Samstag. Denn bei ihren Erfolgen, selbst beim vergleichsweise deutlichen 33:25 zum Auftakt über den HC Weiden, gelang den Korschenbroichern nie ein glatter Start-Ziel-Sieg. Stattdessen gab es immer wieder Schwächeperioden. Auch in Rheinbach verspielten die TVK-Handballer eine Führung, holten aber in den Schlussminuten noch einen Zwei-Tore-Rückstand auf. Für den Sportlichen Leiter Klaus Weyerbrock steht deshalb fest: „Wir müssen diese Phasen abstellen und endlich konstanter werden.“

Die Bonner bringen neben 6:2 Punkten auch ein daraus resultierendes Selbstvertrauen mit: „Wir haben gute Ergebnisse eingefahren, verspüren keinen Druck und können so hoffentlich völlig befreit aufspielen,“ sagt Luca Bohrmann, der auch mal beim TV Korschenbroich sein Glück versuchte.

Spricht also alles für einen sechzigminütigen Krimi am Samstagabend. Aber das ist sicher nicht das schlechteste, was ein Sportverein seinen Anhängern bieten kann.