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Handball-Regionalligist Neusser HV während der Corona-Unterbrechung

Handball-Regionalliga : NHV-Spieler gestalten aktiv das Training mit

Auch der Handball-Regionalligist aus Neuss befindet sich derzeit wegen der Corona-Pandemie in der Warteschleife. Dennoch wird viel dafür getan, um fit zu sein, wenn es irgendwann weitergehen sollte.

Wie viele andere Vereine wartet auch der Regionalligist Neusser HV darauf, wie und wann es mit dem Handball weitergehen kann. Das ist zunächst einmal abhängig von der Dauer des Lockdowns und dann muss ja auch noch berücksichtigt werden, dass die Vereine dieser Liga mit den Verbänden beschlossen haben, vor einem Neustart der Saison eine vierwöchige Trainingsphase einzubauen. „Das ist sehr wichtig“, betont NHV-Trainer Gilbert Lansen, „die handballspezifischen Bewegungsabläufe müssen wieder vorhanden sein, um Verletzungen vorzubeugen.“

Momentan ist ein Lockdown bis zum 10. Januar 2021 vorgesehen, so dass im Februar wieder gestartet werden könnte. „Natürlich wünsche ich mir wie viele andere auch, dass es weitergeht“, so Lansen. „Allerdings glaube ich persönlich, dass der Lockdown noch einmal verlängert wird. Deshalb sehe ich uns auch im Januar noch nicht wieder beim Training in den Sporthallen. Man muss halt von Woche zu Woche sehen, wie sich die Situation entwickelt und dann dementsprechend reagieren.“ Lansen ist sich aber auch nicht sicher, ob wirklich alle Mannschaften und alle Spieler wieder so schnell wie möglich wieder ihren Sport aufnehmen wollen. Gerade im Amateurbereich sei es schwieriger, da bei einem positiven Ergebnis nicht nur der Spieler, sondern das gesamte Team in Quarantäne gehen muss, im Gegensatz zu den Profis. Da könne es auch dem einen oder anderen Arbeitgeber missfallen, wenn seine Angestellten durch den Sport zwei Wochen ausfallen würden.

Nichtsdestotrotz wollen die Neusser so gut wie möglich vorbereitet sein, sollte der Startschuss erfolgen. Im November haben die Spieler individuell trainiert um sich fitzuhalten. Ab Dezember gab es jedoch Vorgaben. Es wurden Kleingruppen gebildet und jeder Gruppe ein sogenannter Kapitän zugeteilt. Mit den Kapitänen traf sich Lansen dann abwechselnd, um das zu absolvierende Programm zu besprechen, was dann jeder Spieler für sich zu absolvieren hat. Dadurch, dass nur dem Kapitän die Übungen mitgeteilt wurden, entstand auch wieder Kommunikation innerhalb der Mannschaft. Um das nicht einseitig werden zu lassen, wurden die Gruppen auch wieder neu zusammengestellt.

Damit sich die Spieler auch weiter mit der Handballpraxis auseinandersetzen mussten, bekamen immer zwei von ihnen die Aufgabe, bereits absolvierte Begegnungen per Video zu analysieren. Diese Analyse wurden der übrigen Mannschaft dann mit einer Powerpoint-Präsentation vorgestellt. „So können sich die Spieler wieder intensiv mit Handball beschäftigen und sind aktiv in eine hoffentlich kommende Vorbereitung involviert. Die erarbeiteten Ergebnisse werden wir dann auch mit Sicherheit nutzen“, verspricht der Neusser Trainer.