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Handball-Regionalliga TV Korschenbroich tritt bei HSG Siebengebirge an

Handball : TV Korschenbroich steht vor einer Herausforderung

Der Handballverband Mittelrhein hat alle Meisterschaftsspiele bis zum 5. April abgesetzt. Nicht davon betroffen sind zunächst einmal die Regional- und Drittligisten, weshalb sich der TV Korschenbroich wie gewohnt auf das Gastspiel bei der HSG Siebengebirge am Samstag um 18.30 Uhr vorbereitet hat.

Ein Gastspiel, das es in sich hat. Denn in der Halle an der Humboldtstraße in Königswinter-Oberpleis herrscht fast noch mehr Stimmung als in der heimischen Waldsporthalle – und das will etwas heißen. Laut offizieller Statistik der Regionalliga Nordrhein besuchen im Schnitt 498 Zuschauer die Spiele der HSG, damit die Tabelle klar vor dem TVK anführt, der es in den statistisch erfassten acht Heimspielen auf einen Schnitt von 408 Besuchern bringt. „Die haben immer ihr Publikum im Rücken,“ sagt deshalb TVK-Trainer Dirk Wolf über den kommenden Gegner, „da musst du gegenhalten.“

Die meisten ihrer bislang 15 Punkte hat die HSG allerdings in der Fremde gesammelt, zuletzt vor Wochenfrist mit einem 30:27 beim TV Jahn Wahn, den sie daraufhin in der Tabelle überholte. Gleichzeitig erhöhte sie damit ihre Punktebilanz seit Jahresbeginn auf 10:4 – wohl ein Effekt des Trainerwechsels. Denn seit Lars Degenhardt und Fabian Zächerl die Regie anstelle des zurückgetretenen Werner Klöckner übernahmen, läuft es am Fuße des Drachenfels.

Mit dem Sieg in Wahn baute die HSG ihren Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den nach ihrer 23:34-Niederlage in der Waldsporthalle weiter die HG Remscheid innehat, auf vier Zähler aus. Kein Polster zum Zurücklehnen, das weiß auch Dirk Wolf: „Das wird eine anspruchsvolle Aufgabe für uns. Wir werden da clever und auch mit Kopf spielen müssen.“ Das um so mehr, als der TV Korschenbroich seit dem 16. November auf einen Sieg in fremder Halle wartet, aus den sechs folgenden Auswärtsspielen gerade mal 2:10 Punkte holte. „Doch wir sind auf dem richtigen Weg,“ sagt Wolf in der Hoffnung, diesen Trend noch vor Saisonende zu durchbrechen. Die Gelegenheit wäre günstig, denn in den nur noch zwei anstehenden Auswärtsspielen – in Aldekerk (4. April) und Ratingen (2. Mai) dürfte es kaum einfacher werden als am Samstag. Falls die Spiele überhaupt angepfiffen werden.