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Handball-Regionalliga TV Korschenbroich trifft auf HG Remscheid

Handball : Gäste kommen mit neuem Trainer

Vor Gastspiel in Korschenbroich trennte sich HG Remscheid von Frank Berblinger.

Einfache Aufgaben gibt es ohnehin keine in der Handball-Regionalliga Nordrhein. Die des TV Korschenbroich dürfte am Samstagabend jedoch besonders schwierig sein. Denn bei den Gästen von der HG Remscheid, die sich ab 19.30 Uhr in der Waldsporthalle vorstellen, brennt der Baum.

Am Mittwoch trennte sich der Aufsteiger, der trotz prominenter Verstärkungen in der Winterpause – aus der Insolvenzmasse der Rhein Vikings kamen Felix Handschke, Niklas Weis und Sebastian Schön – auf dem vorletzten Tabellenplatz steht, von Frank Berblinger. „Wir brauchen einen neuen Impuls,“ begründete Hauptgesellschafter und Geschäftsführer Ralf Hesse den Rausschmiss des erst im Sommer verpflichteten Ex-Profis. Ausschlaggebend war wohl die 25:26-Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten TV Jahn, die die Remscheider nach zuletzt zwei Siegen in Folge (25:24 über BTB Aachen, 24:23 bei der HSG Siebengebirge) wieder voll in den Abstiegsstrudel hineinzog.

Eine Niederlage, bei der die Nerven blank lagen auf Seiten der HG: Sebastian Schön sah wegen Schiedsrichterbeleidigung die Blaue Karte und ist damit zumindest für das Gastspiel in Korschenbroich gesperrt, Felix Handschke vergab in der Schlusssekunde vom Siebenmeterpunkt den möglichen Ausgleich. Danach suchte Hesse nach einem Mann, „der in der Lage ist, das Ruder herum zu reißen.“ Wer das sein soll, ist noch unklar, hoch gehandelt wird Ex-Viking Jörg Bohrmann, der auch maßgeblich am Transfer seiner ehemaligen Schützlinge beteiligt gewesen sein soll. Bohrmann ist gleichfalls heißer Kandidat auf den Trainerposten bei der HSG Krefeld – doch weil das Engagement beim Zweitliga-Schlusslicht erst mit der neuen Saison beginnt, schließt das eine das andere nicht aus. Stand Donnerstag wird in der Waldsporthalle wohl der bisherige Co-Trainer Jörg Müller auf der Remscheider Bank sitzen – möglicherweise aber auch Jörg Bohrmann.

„Da haben bisher wohl nicht alle Rädchen gegriffen, irgendwann wird der Knoten aber platzen,“ sagt Dirk Wolf über die Vorgänge bei den Gästen. Der TVK-Trainer möchte freilich alles daran setzen, dass das nicht ausgerechnet in der Waldsporthalle passiert. Doch die Bilanz von 5:9 Punkten aus den sieben Spielen des Jahres 2020 lässt die Korschenbroicher nicht unbedingt als klarer Favorit in die Begegnung am Samstag gehen, zumal es auch im Hinspiel nur ein 27:27-Unentschieden gab. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen,“ sagt Wolf – schließlich könnte der TVK Zünglein an der Waage im Abstiegskampf sein.