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Handball: Ratingen ist eine Nummer zu groß für den Neusser HV.

Handball : Ratingen eine Nummer zu groß für NHV

Nach ganz schwacher Leistung unterliegt Handball-Regionalligist Neusser HV dem in allen Belangen überlegenen Aufstiegskandidaten „interaktiv Handball“ im Ausweichquartier Waldsporthalle Korschenbroich deutlich mit 16:31.  

Das war nichts. In der Handball-Regionalliga verlor der Neusser HV gegen den Aufstiegsaspiranten interaktiv Handball überaus deutlich mit 16:31 (5:15). Dabei hatten sich die Schützlinge von Trainer Christoph Schon doch einiges vorgenommen, zumindest den Gegner so lange wie möglich zu ärgern. Davon war allerdings bereits in der Anfangsphase überhaupt nichts zu sehen. In der Abwehr erstarrte der NHV vor dem Gegner wie das Kaninchen vor der Schlange. Die Gäste wurden überhaupt nicht attackiert und konnten machen sie wollten.

Auch die Angriffsleistung war nicht mehr als ein laues Lüftchen und so wurden von den ersten fünf Angriffen gleich drei in den gegnerischen Block geworfen, was auch prompt mit Tempogegenstößen bestraft wurde. Die Hallenuhr zeigte eine Spielzeit von fünf Minuten und 40 Sekunden an, ehe Sebastian Barentzen den ersten Neusser Treffer erzielte. „Das Ergebnis passt zum heutigen Wetter“, sagte Schon, nach dem er eine Nacht über diese Pleite geschlafen hatte. „Einerseits könnte man sagen, es hat eine A-Jugend gegen eine ambitionierte Mannschaft aus der Dritten Liga gespielt, andererseits hatten wir heute schlicht und ergreifend zu viel Respekt vor dem Gegner. Teilweise sah es sogar so aus, als wenn wir die Hosen voll hätten. In der Deckung war einfach zu wenig Musik  – und wenn hinten das Feuer nicht brennt, funktioniert es vorne auch nicht.“

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Der Neusser Trainer war allerdings nicht gewillt, sich und seine Mannschaft dem Schicksal auszuliefern. So versuchte er es in verschiedenen Konstellationen mit  unterschiedlichen Akteuren. Es wollte jedoch keine seiner Umstellung fruchten. Nach 19 Minuten lag der Neusser HV bereits mit 3:12 im Hintertreffen. Eigentlich war die Begegnung zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden, denn es rechnete wohl niemand damit, dass sich die Ratinger, gespickt mit Spielern, die auf internationale Erfahrung bauen können, diesen Vorsprung noch aus der Hand würden nehmen lassen.

Und in der Tat: Die Gäste erhöhten ihren Vorsprung bis zur 45. Minute sogar auf 24:7. Es sah nach einem Desaster aus. Schon wählte noch einmal eine neue taktische Variante. Er ließ seine Deckung sehr offensiv agieren und nahm damit die komplette rechte Angriffsseite der Ratinger aus dem Spiel. Außerdem wechselte er noch den A-Jugendlichen Aaron Rothkopf ein. Diese Umstellung war von Erfolg gekrönt. Rothkopf spielte rotzfrech auf, erzielte selber zwei Tore und hatte auch immer ein Auge für den besser postierten Mitspieler. Nun leisteten sich auch die Gäste im Angriff Fehler, weil sie mit der neuen Deckungsvariante nicht klar kamen. Neuss gelang es, zumindest die letzten 15 Minuten der Partie ausgeglichen zu gestalten.

„Es war schon bezeichnend, dass ein A-Jugendlicher dem Rest der Mannschaft zeigte, wie es funktionieren kann. Neben ihm möchte ich aber noch Torhüter Robin Schroif herausheben, den an der Niederlage überhaupt keine Schuld trifft“, so Schon. „Allerdings nimmt die Trainigssituation die Mannschaft arg mit. So ist es nicht möglich, wettbewerbsfähig zu sein.“ Es sind einfach zu viele Faktoren, mit denen diese junge Mannschaft gerade klar kommen muss. Erst am Donnerstagabend teilte interaktiv mit, dass der NHV, wie sonst üblich, nicht in Ratingen trainieren könne. Und dann noch das ewige Hin und Her mit der Sporthalle am Hammfeld ...