Handball Handball: NHV muss "sich noch als Team finden"

Neuss · Dem Neusser HV droht ein klassischer Fehlstart in seine zweite Spielzeit in der Dritten Handball-Liga West. Denn nach der erwarteten Auftaktniederlage in Leichlingen und der vermeidbaren Heimpleite gegen Minden II wartet morgen (17 Uhr, Schwalbe-Arena) mit dem Gastspiel beim VfL Gummersbach II eine knifflige Aufgabe auf die Neusser.

"Gegen die haben wir in der vergangenen Saison zwei Mal verloren", erinnert sich Trainer René Witte nur ungern an die Partien gegen die Oberbergischen zurück. Das um so mehr, als er deren Bundesliga-Reserve mit dem letzten Gegner vergleicht: "Das ist auch so eine junge, gut ausgebildete Truppe wie Minden, die spielen unbeirrt ihren Stiefel runter" - kein Wunder, sitzt beim VfL doch in Gestalt von Georgi Sviridenko der ehemalige weißrussische Nationaltrainer auf der Bank.

Seine eigene Truppe müsse sich "erst noch als Team finden", sagt Witte. Angesichts von acht Ab- und sechs Zugängen sei es "normal, wenn zum jetzigen Saisonzeitpunkt eher Einzelspieler" auf dem Parkett stünden als ein harmonierendes Mannschaftsgefüge: "Ich habe gleich gesagt, dass es ein bis zwei Monate dauern kann, bis das funktioniert." Während die Deckung leidlich gut stand, war er mit dem Angriffsverhalten seiner Schützlinge unzufrieden: "17 Fehlwürfe und 16 technische Fehler, das ist einfach zu viel."

Erschwert wird die Ausgangslage durch die personelle Situation: Kreisläufer Philip Schneider droht mit einem Sehnenanriss in der Schulter noch mehrere Wochen auszufallen, auch Linksaußen Markus Breuer klagte nach dem Heimdebüt über Schulterprobleme. Und Christopher Klasmann zwickt's an der Leiste: "Fallen alle drei aus, wird's schon eng", sagt Witte mit Blick auf seinen kleinen Kader.

(-vk)
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