Handball-Oberliga Mit Gerry Vukoje kam der Erfolg zurück zum NHV

Neuss · Mit dem offiziell als Co-Trainer von Josip Jurisic geführten Serben auf der Bank schöpft der ehemalige Zweitligist wieder Hoffnung im Abstiegskampf der Oberliga.

 Arbeitet mit dem Neusser HV am Klassenverbleib: Gerry Vukoje.

Arbeitet mit dem Neusser HV am Klassenverbleib: Gerry Vukoje.

Foto: Janicki, Dietrich (jd-)

Obschon die Oberliga-Handballer des Neusser HV als Schlusslicht in die Winterpause gehen, blickt der unter anderem auch als Trainer für den ehemaligen Zweitligisten tätige Josip Jurisic voller Zuversicht auf die am 20. Januar mit dem ersten Rückrunden-Match bei Adler Königshof fortgesetzte Saison. Denn zuletzt lief es prächtig, gelang der jungen Truppe, die bislang nie in Bestbesetzung antreten konnte, mit dem 31:28 (Halbzeit 14:13) gegen die HSG Hiesfeld/Aldenrade sogar der zweite Sieg in Folge. Jurisic: „Die Jungs glauben wieder an sich. Wenn wir die Spiele sonst ab der 40. Minute abgegeben haben, drehen wir sie jetzt in der Schlussphase.“

Großen Anteil an dieser Entwicklung hat Vladimir „Gerry“ Vukoje. Der Serbe, 1987 mit dem TSV Bayer Dormagen in die Bundesliga aufgestiegen, war zuvor in Neuss schon als Trainer im A- und B-Jugendbereich im Einsatz. Nach dem Abgang von Julian Fanenbruck holte ihn Jurisic auf die Bank des Oberliga-Teams – und hat diese Entscheidung nicht bereut. Denn der inzwischen 71 Jahre alte Handball-Fachmann kommt an beim Team. „Die Jungs haben Respekt vor ihm. Sie hören ihm zu“, sagt Jurisic. „Offiziell ist er mein Co-Trainer, aber da ich beruflich sehr angespannt bin, ist er mein verlängerter Arm, leitet oft das Training. Unter ihm haben wir uns auch konditionell verbessert.“ Zudem stimme die Chemie einfach: „Ich wollte noch jemanden mit großer Erfahrung dazu holen – und mit dem ich mich gut verstehe.“

Gegen Hiesfeld kämpfte sich der NHV, der nun bis zum 8. Januar Pause macht, nach holprigem Start (5:8/16.) Schritt für Schritt zurück, konnte sich dabei neben David Jurisic auch auf Aaron Rothkopf und Nils Hufnagel verlassen. Am Kreis leistete Routinier Marco Bauer wertvolle Dienste. In sein Lob schloss Jurisic indes die ganze Mannschaft mit ein: „Alle haben Moral bewiesen.“

Für den NHV trafen: Murawski (2), Hufnagel (3), Wentzel (2), Salimov (2), Khmilevskyi (2), D. Jurisic (8), Rothkopf (9), Bauer (3)

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