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Handball: Julian Köster sagt TSV Bayer Dormagen nach sechs Jahren ade

Handball : Julian Köster sagt Dormagen nach sechs Jahren ade

Nach dieser Saison sucht der 20 Jahre alte Rückraumspieler eine neue Herausforderung. Björn Barthel: „Wir konnten uns nicht mehr auf einen gemeinsamen Weg verständigen.“

(sit) So geht das mitunter im (Sport-)Leben. Da hatte sich Dusko Bilanovic darauf gefreut, in der am 7. Februar mit dem Match bei den Rimparer Wölfen fortgesetzten Saison der 2. Handball-Bundesliga nach monatelanger Verletzungspause endlich wieder auf seinen Musterschüler Julian Köster bauen zu können. Das kann der Trainer des TSV Bayer Dormagen zwar auch, doch muss er gleichzeitig eine ganz bittere Pille schlucken. Denn der 20 Jahre alte Rückraumspieler wird den Höhenberg, der in den vergangenen sechs Jahren so etwas wie seine zweite Heimat geworden war, nach dieser Saison mit noch unbekanntem Ziel verlassen.

Leicht sei ihm die Entscheidung nicht gefallen, teilte der zwei Meter große Schlaks am Donnerstag mit. Schließlich habe er dem Klub eine Menge zu verdanken. „Der TSV ist zu meinem Heimatverein geworden. Hier wurden die Grundlagen für meine Entwicklung als Handballer gelegt.“ Der BWL-Student war 2015 vom TuS SW Brauweiler gekommen und hatte sich bei Bayer unter der Regie erfahrenen Trainer ständig weiterentwickelt. 2019 holte er mit der deutschen U19-Auswahl Silber bei der im mazedonischen Skopje ausgetragenen Weltmeisterschaft. Unter Bilanovic gelang ihm in der Spielzeit  2019/2020 der Durchbruch im Dormagener Zweitliga-Team. Eine im Saisonvorbereitungsspiel gegen den TuS Ferndorf erlittene Knieverletzung stoppte den Aufstieg des Halblinken jedoch. Ein tiefer Meniskusriss zwang ihn auf den OP-Tisch und danach zu einer quälend langen und fordernden Rehabilitation. Erst jetzt ist er bereit, ins Mannschaftstraining zurückzukehren. Dass er nach einem letzten Gespräch am Donnerstag nur mehr die bevorstehende Trennung zu verkünden hatte, gefällt Dormagens Handball-Geschäftsführer Björn Barthel ganz und gar nicht. „Wir hätten uns vorstellen können, Julian über die Saison hinaus im Kader zu halten“, sagt er und fügt bedauernd hinzu: „Wir konnten uns aber nicht mehr auf einen gemeinsamen Weg verständigen.“ Trotzdem gehe er davon aus, dass Köster dem Team bis Ende Juni helfen werde. Das verspricht der 20-Jährige: „Bis ich die neue Herausforderung angehe, gebe ich weiter alles.“