Handball : Trainer Klatt sieht Steigerungspotenzial

Rhein Vikings müssen sich im Auftaktspiel beim Wilhelmshavener HV mit 34:35 geschlagen geben.

In der vergangenen Saison hatten sie mit einem 25:23-Sieg in der Nordfrost-Arena am fünftletzten Spieltag den Klassenerhalt gefeiert. Zum Auftakt ihrer zweiten Spielzeit in der Zweiten Handball-Bundesliga mussten sich die Rhein Vikings dort dem Wilhelmshavener HV mit 34:35 (Halbzeit 15:17) geschlagen geben. Allein schon das runde Dutzend mehr Gegentore macht deutlich, woran es vor 1024 Zuschauern haperte bei der im Vorjahr so defensivstarken Spielgemeinschaft aus Düsseldorf und Neuss: an der Abwehr.

Dort sieht Trainer Ceven Klatt auch das größte Steigerungspotenzial: „Wenn man 34 Tore auswärts erzielt, dann muss man das Spiel eigentlich gewinnen. Wir haben in der Deckung teilweise nur auf den eigenen Spieler geachtet und im nicht im Verbund agiert.“ Und mit Blick auf das erste Heimspiel am Freitag (20 Uhr, Castello) gegen den HSC Coburg stellt er fest: „Das gilt es bis dahin zu ändern.“ Immerhin verpassten die Coburger in der vergangenen Saison den Vikings zwei ganz empfindliche Abreibungen (27:13 in Düsseldorf, 32:18 im Rückspiel) und zeigten zum Auftakt mit ihrem 30:23-Sieg über den HC Elbflorenz, dass sie zu den Anwärtern auf einen Aufstiegsplatz gehören.

In Wilhelmshaven war die Phase nach der Pause die entscheidende, denn da zogen die Hausherren um die jeweils sieben Mal erfolgreichen Rene Drechsler und Tobias Schwolow auf 21:16 davon. Die Vikings um den mit elf Toren, davon sechs Siebenmetern überragenden Christian Hoße hielten zwar angriffstechnisch dagegen, fanden aber in der Abwehr nicht den nötigen Zugriff, so dass der WHV mit einem 35:31-Vorsprung in die letzten vier Spielminuten ging. Die Gäste verkürzten zwar Tor um Tor, am Ende lief ihnen aber die Zeit davon, denn der Anschlusstreffer des insgesamt sieben Mal erfolgreichen Niklas Weis zum 34:35 fiel erst vier Sekunden vor Schluss. Die übrigen Treffer erzielten Oelze (5), Pötern (4), Johnen (3), Görgen, Milas, Coris und Artmann (je 1).

Mehr von RP ONLINE