Handball: Für die Vikings muss gegen Hagen nun ein Heimsieg her

Handball: Für die Vikings muss nun ein Heimsieg her

Trainer Jörg Bohrmann hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

Es ist fast schon so etwas wie die letzte Chance für die Handballer des HC Rhein Vikings in der 2. Bundesliga. Im Heimspiel gegen Eintracht Hagen am Freitagabend (20 Uhr, Castello) muss zwingend ein Sieg her, wenn der Tabellenletzte bei aktuell neun Zählern Rückstand auf das rettenden Ufer noch eine realistische Chance auf den Ligaverbleib haben möchte. Zwölf Pleiten in Serie stecken der Mannschaft in den Knochen und insbesondere in den Köpfen. Im Westduell soll nun endlich der Knoten platzen.

Endlich – genau diese Vokabel bemühten die Vikings jedoch in den vergangenen Wochen fast schon rituell vor jedem Spiel. Die Sehnsucht nach dem erlösenden Befreiungsschlag ist riesig, doch nach den Partien trotten die Spieler regelmäßig mit hängenden Köpfen in die Kabine. Wohl niemand würde es Trainer Jörg Bohrmann verübeln, wenn er aus Verzweiflung oder Ratlosigkeit das Handtuch werfen würde, doch derartige Gedanken sind dem Coach fremd: „Als Trainer muss man ein Vorbild sein. Wir müssen weiter an uns glauben.“ Die Hoffnung hat er noch nicht aufgegeben, doch sie wird von Woche zu Woche kleiner. Das Hauptmanko bleibt weiterhin die mangelnde Konstanz des Teams.

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Zumeist sind die Vikings in den Duellen phasenweise ebenbürtig, leisten sich jedoch immer wieder fatale Blackouts, so dass die Gegner dann entscheidend davonziehen können. „Diese schwierigen Phasen müssen wir zeitlich verringern“, fordert der Trainer, der hier mehr als Psychologe denn als Handballlehrer gefragt ist: „Man merkt die Verunsicherung der Mannschaft schon an.“ Da kommen die Hagener mit zwei Niederlagen aus den vergangenen beiden Spielen möglicherweise gerade recht, zumal sie eine eher dürftige Auswärtsbilanz aufweisen. „Sie haben aber dennoch spielerische Klasse“, warnt Bohrmann, „verfügen über sehr viel Erfahrung und legen immer wieder starke Auftritte hin.“ Personell könnte es jedoch besser aussehen: Kreisläufer Bennet Johnen muss an einer Sehne in der Hand operiert werden und fällt bis zum Jahresende aus. Auch der Einsatz von Philipp Pöter ist fraglich, nachdem der Rückraumspieler in dieser Woche im Training umgeknickt ist. Eng wird es auch für Teo Coric.

Ein Heimerfolg soll dennoch her – und gleichzeitig der Startschuss für die zwingen nötige Aufholjagd sein. Die kommenden Gegner bis zur WM-Pause – Aue, Dormagen und Wilhelmshaven – sind keine Übermannschaften. Und so ist die leise Hoffnung berechtigt, dass die sportliche Lage am Silvesterabend schon viel besser aussehen könnte.

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