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Handball: Handball: Familie Breuer lässt den TVK zappeln

Handball : Handball: Familie Breuer lässt den TVK zappeln

Noch 180 Minuten dauert für den TV Korschenbroich die aktuelle Saison: Zweimal müssen die Zweitliga-Handballer des TVK noch reisen. Heute Abend (20 Uhr) steht beim ThSV Eisenach die vorletzte von zwei Auswärtsaufgaben innerhalb von vier Tagen an.

"In Eisenach etwas mitzunehmen, das wäre schon etwas Besonderes. Das haben noch nicht allzu viele Mannschaft geschafft", weiß TVK-Torjäger David Breuer. Der Linkshänder trifft in Thüringen auf einen alten Weggefährten aus gemeinsamen Dormagener Zweitliga-Zeiten: Alex Koke. "Wir tauschen uns regelmäßig aus und sind immer noch befreundet. Ich freue mich auf ein Wiedersehen", sagt Breuer.

Die Gastgeber wollen in heimischer Werner-Assmann-Halle auch die letzten Zweifel an der Qualifikation für die eingleisige 2. Bundesliga ausräumen. Dazu reicht ein doppelter Punktgewinn. "Wir wollen alle drei Spiele gewinnen", kündigt aber ausgerechnet Koke in der Thüringischen Allgemeinen für das Eisenacher Restprogramm an. Und auch ThSV-Trainer Eyolfsson will gegen Korschenbroich noch einmal alle Register ziehen: "Wir haben erst dann alles erreicht, wenn auch rein rechnerisch alles klar ist." Ähnliches gilt auch für den um einen Zähler besser postierten TVK, der allerdings nur noch theoretisch von einem der ersten neun Ränge zu verdrängen ist. Mit einem Zähler in Eisenach wären auch diese theoretischen Rechenspiele Geschichte.

"Für den TVK ist es sehr wichtig, dass der Verein in der 2. Liga bleibt", sagt David Breuer. Unmittelbaren Einfluss auf die Entscheidung, ob er seinen Vertrag in Korschenbroich verlängert wird, hat diese Gewissheit aber nicht. "Beide Seiten hätten natürlich gerne früher Klarheit, aber im Moment kann ich noch nichts sagen. Es ist noch keine Entscheidung gefallen", sagt David Breuer, den der TVK wie seinen Bruder Simon unbedingt halten möchte. Doch der Linkshänder ist begehrt und liebäugelt mit einem Engagement in Liga eins. Bis Ende der Woche sollen sich die beiden Leistungsträger erklären, fordert der TVK. Beiden Spielern liegen entsprechende Angebote vor, beide hatten sich Bedenkzeit erbeten. "Das ist bei Spielern dieser Qualität auch absolut legitim", so TVK-Geschäftsführer Klaus Hintzen, der den Etat für die kommende Saison reduzieren muss. "Wir haben die Ausgaben etwa um 20 Prozent zurückfahren können", so Hintzen.

Das bedeutet wohl auch für die beiden Breuers schmerzhafte Einschnitte. Sagt einer oder sagen gar beide ab, will sich der TVK um entsprechenden Ersatz kümmern. Der neue Trainer Jörn Ilper sondierte bereits den Markt, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein.

(NGZ)