Handball Ex-Dormagener Simon Ernst zieht sich Kreuzbandriss zu

Handball : Simon Ernst droht das Karriereende

Das ist bitter: Nach seinem dritten Kreuzbandriss innerhalb von zweieinhalb Jahren droht Simon Ernst das Ende seiner vielversprechenden Handball-Karriere. Der gebürtige Dürener, der beim TSV Bayer Dormagen ausgebildet wurde und dessen Trikot er von 2009 bis 2014 trug, zog sich die Verletzung am Sonntag beim 27:24-Sieg der Füchse Berlin über den Bergischen HC zu, als er Mitte der zweiten Halbzeit ohne gegnerische Einwirkung unglücklich aufkam und danach zur Bank trabte.

...und im Dress des TSV Bayer Dormagen, für den der 25-Jährige von 2009 bis 2014 spielte. Nach seinem dritten Kreuzbandriss innerhalb von zweieinhalb Jahren droht dem Rückraumspieler das Karriereende. Foto: Heinz J. Zaunbrecher/Zaunbrecher, Heinz (zau)

„Seine Körpersprache verhieß schon da nichts Gutes“, schreibt der „Tagesspiegel“ über den 25-Jährigen, der im Sommer 2018 vom VfL Gummersbach zu den Füchsen gewechselt war. Kurz zuvor hatte sich der Europameister von 2016 das im Jahr zuvor operierte Kreuzband ein zweites Mal gerissen – laut Füchse-Manager Bob Hanning, weil die Gummersbacher den Rückraumspieler im Abstiegskampf viel zu früh wieder aufs Parkett geschickt hätten. Die Berliner nahmen ihn trotzdem unter Vertrag und nach einjähriger Reha, während der die Füchse seinen vertrag bis 2021 verlängerten, stieg Simon Ernst im Juli in die Saisonvorbereitung des Handball-Bundesligisten ein, absolvierte auch die ersten neun Meisterschaftsspiele für den Tabellensechsten, in denen er 20 Tore erzielte. Jetzt droht ihm möglicherweise das Karriereende. „Der Schock sitzt auch bei ihm tief. Er spielt mehrere Optionen durch, spricht mit den Ärzten, der Familie, hört in sich rein,“ verriet Trainer Velimir Petkovic der Berliner Zeitung (BZ), „ich sagte ihm, er solle ruhig bleiben, aber er weiß auch, dass er den Weg der letzten zwei Jahre noch mal vor sich hat.“ Für ihn ist Simon Ernst ein Vorzeige-Handballer: „Er macht mehr für sich als viele, viele andere. Er war der, der noch zwei Stunden länger geblieben ist nach dem Training.“

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