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Handball: Erster Einsatz für Trainer Christoph Schon beim Neusser HV

Handball : Neuer Trainer, alte Probleme

Vor seinem ersten Einsatz als Coach des Handball-Regionalligisten Neusser HV macht Christoph Schon vor allem die ungeklärte Hallensituation zu schaffen.

Beim Handball-Regionalligisten Neusser HV gab es (wie berichtet) in der vergangenen Woche gravierende Änderungen: Der zum Lokal- und Ligarivalen TV Korschenbroich wechselnde Trainer Gilbert Lansen wurde von seinen Aufgaben entbunden und mit Christoph Schon schnell ein Nachfolger gefunden. Die Probleme aber sind geblieben. Das Größte: Ein Quartier für den Trainings- und Spiebetrieb zu finden, weil die Hammfeldhalle zu einem Impfzentrum umfunktioniert wurde. Wie schon vor der Weihnachtspause besteht immerhin die Möglichkeit, in Angermund und Korschenbroich zu trainieren.

„Wir sind den beiden Vereinen natürlich dankbar“, betont Schon. „Allerdings ist das alles andere als optimal, zumal wir mit einer Hallenhälfte auskommen müssen. In diesem Bereich bin ich allerdings schon gebrandmarkt, denn als ich in Köln die Frauen in der Dritten Liga trainierte, war es nicht besser, weil wir wegen eines Wasserschadens ein Jahr auf unsere angestammte Sporthalle verzichten mussten.“ Der damalige Aufwand war jedoch um vieles höher, denn mit seinem Team tingelte Schon durch Sporthallen in Nordrhein-Westfalen, in Rheinland-Pfalz, in den Niederlanden und in Belgien. „Es ist ja nicht nur die Männermannschaft betroffen, auch die Frauen- und Jugendabteilung des NHV haben unter dieser Situation zu leiden“, gibt Schon zu bedenken. Zumindest steht fest, dass die kommenden Heimspiele in der Sporthalle Forstenberg an der Wittenberger Straße in Meerbusch-Lank ausgetragen werden.

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Dem neuen Trainer bereitet noch ein weiteres Problem leichte Kopfschmerzen: Bei seiner ersten Trainingseinheit musste er gleich auf sieben Akteure verzichten. Vier davon konnten wegen Corona nicht teilnehmen, sei es als direkt Betroffener oder als Kontaktperson, ein weiterer war erkrankt, einer im Urlaub und ein Spieler fehlte wegen dringender Prüfungsvorbereitungen. „In diesem Fall war natürlich Improvisation angesagt“, sagt Schon. „Wir haben individuell in Kleingruppen gearbeitet und auch Wurftraining absolviert, damit sich die Schulter wieder an die Belastung gewöhnt. Von denen, die anwesend waren, habe ich aber einen sehr guten Eindruck gewonnen.“

Am Samstagabend treffen die Neusser auf den MTV Rheinwacht Dinslaken, der sich vor dem ersten Spiel im neuen Jahr auf Rang elf wiederfindet. Die Achillesverse des Kontrahenten ist sicherlich die Abwehr, denn im Schnitt kassiert der Männerturnverein von 1897 mehr als 30 Gegentore in jeder Begegnung. Stärken sind sicherlich das Zusammenspiel mit den Kreisläufern und der Rückraum, der auch aus der Distanz brandgefährlich ist.

Schon: „Dinslaken habe ich per Videoanalyse unter die Lupe genommen. Es ist eine sehr kompakte Mannschaft, die meines Erachtens schlechter platziert ist, als das Leistungsvermögen vermuten lässt. Ein Spiel nach der Weihnachtspause ist ähnlich wie ein erstes Saisonspiel. Wir müssen versuchen, so schnell wie möglich in unseren Rhythmus zu finden, damit wir unsere Stärken ausspielen können.“