Handball: Elfte Niederlage in Folge für den HC Rhein Vikings

Handball : Vikings geben ihrem Trainer Rätsel auf

27:33 gegen HSG Nordhorn-Lingen – Handball-Zweitligist aus Düsseldorf verliert zum elften Mal in Folge.

(NGZ) Nein, ans Verlieren mag sich Jörg Bohrmann nicht gewöhnen. Und darum stellte der Trainer des Handball-Zweitligisten HC Rhein Vikings nach der 27:33-Heimpleite (9:18) gegen die HSG Nordhorn-Lingen – die elfte Niederlage des Schlusslichts in Folge und auch schon die neunte unter seiner Regie – ziemlich irritiert fest: „Die Leistungen im Training sind den Leistungen im Spiel weit voraus, das ist für mich unverständlich.“

Zu Beginn der Partie vor nur noch 460 Zuschauern im Castello Düsseldorf lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch – nach nur vier Minuten hieß es 3:3-Unentschieden. Wie sich sein Team in der Folge präsentierte, passte Bohrmann freilich gar nicht: „So darf man in der 2. Bundesliga nicht verteidigen, das haben wir einfach nicht gut gemacht“, kritisierte er. Und im Angriff verweigerten in dieser Phase sowohl Alexander Oelze als auch Felix Handschke frei vor Gäste-Torhüter Bart Ravensbergen (zwölf Paraden)  den erfolgreichen Abschluss. Der Coach versuchte seine Truppe in einer frühen  Auszeit (9. Minute) zu ordnen, drang aber wohl nicht zu ihr durch und monierte: „Wir wollten in der Abwehr variabel agieren und mehrere Defensivformationen spielen. Das hat aber nicht so gut geklappt, wie ich es mir gewünscht hätte.“ Damit war das Match für die Vikings eigentlich bereits zur Halbzeit verloren.

Immerhin startete das Schlusslicht mit viel Dampf in den zweiten Abschnitt, vermochte seine bis auf die Tribüne spürbare Unsicherheit aber niemals zu überwinden. Selbst Leistungsträger wie Alexander Oelze gaben der Mannschaft keinen Halt. Die Wende blieb damit aus. Und das stimmte Bohrmann nachdenklich. „Wir haben junge Spieler, die sich in jeden Zweikampf schmeißen und alles geben“, sagte er und fügte enttäuscht  hinzu: „Das hab ich bei manchen gestandenen Spielern vermisst. Sie sollen eigentlich mit gutem Beispiel vorangehen.“ Zu allem Überfluss musste in Brian Gipperich einer dieser jungen Kräfte wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit mit der Roten Karte die Platte verlassen. Missstände, die sich am Ende zur deutlichen Heimniederlage und der elften Nullnummer hintereinander summierten. Positiv vermerkten die Vikings, dass das aktive Personal seit dem Trainerwechsel von Ceven Klatt zu Bohrmann nicht mehr so viele Tore geworfen hatte wie am Freitag. Lediglich zum Auftakt in Wilhelmshaven und beim Heimsieg gegen den HSV Hamburg  hatte es zu 27 Treffern gereicht.

Das nächste Spiel für den HC Rhein Vikings steht am Samstag an, wenn der Abstiegskandidat beim TV Hüttenberg antrifft. Anwurf ist um 19.30 Uhr.

Info HC Rhein Vikings - HSG Nordhorn-Lingen 27:33 (9:18)
Vikings: Moldrup, Bozic; Gipperich (2), Hoße (6/5), Artmann (1), Pöter (2), Kozlina, Skorupa, Weis (6), Johnen (3), Handschke (5), Bahn, Predragovic, Oelze (2), Görgen, Middell
Nordhorn: Ravensbergen, Buhrmester; Leenders, Mickal (1), Miedema (2), de Boer (1), Zare (1), Vorlicek (5), Smit (2), Seidel (8/2), Possehl (4), Pöhle (9/1)

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