Handball-Drittligist HSH Rhein Vikings verliert gegen Bergische Panther

Handball : Zeitstrafe gegen Trainer stoppt Aufholjagd

Handball-Drittligist HSG Rhein Vikings muss sich den Bergischen Panthern mit 28:33 geschlagen geben.

Zweite Niederlage in Folge für die HSG Rhein Vikings in der Dritten Handball-Liga Nord-West: Im Heimspiel gegen die HSG Bergische Panther mussten sich die Wikinger am Ende mit 28:33 (15:17) geschlagen geben.

Vor 285 Zuschauern konnten die Gastgeber das Duell lange Zeit offen gestalten, eine Zweiminutenstrafe gegen den Trainer Jörg Bohrmann beim Stand von 28:31 (58.) brachte die Spielgemeinschaft jedoch letztlich endgültig auf die Verliererstraße. In Überzahl besiegelten Jan Blum und Bastian Munkel mit zwei Treffern innerhalb von 30 Sekunden die zweite Pleite für den Zweitliga-Absteiger im dritten Spiel. „Die Niederlage war am Ende verdient“, bilanzierte Bohrmann, „wir haben in der Abwehr nicht gut gestanden, zu viele individuelle Fehler gemacht und einige freie Bälle liegengelassen.“

Dabei begann die Partie noch vielversprechend für die Vikings, David Denert brachte das Team per Doppelpack mit 2:0 in Führung (3.). Den Gästen gelang eine Dreier-Serie zum 2:3 (7.). Beim 7:6 (13.) und 8:7 (15.) lagen die Wikinger letztmals vorne. Doch bis zum 14:14 (28.) gelang dem Team von Trainer Jörg Bohrmann stets der Ausgleich. Lukas Becher sah kurz danach die Rote Karte (28.), doch abermals egalisierten die Hausherren zum 15:15 (29.). Den Spielverweis sah Becher wegen eines vermeintlichen Schlages ins Gesicht seines Gegenspielers. „Eine Fehlentscheidung“, ärgerte sich Bohrmann, „das war allenfalls eine Zwei-Minuten-Strafe. Aber diese Rote Karte war letztlich nicht spielentscheidend.“

Gravierender waren vielmehr die jeweils zwei Minuten vor und nach der Pause, in denen den Gästen vier Treffer in Folge gelangen und sie auf 19:15 davonziehen konnten (32.). Im Laufe des zweiten Durchgangs konnten die Panther ihren Vorsprung weiter ausbauen, lagen beim 19:26 erstmals mit sieben Treffern vorne (42.). Beim Zwischenstand von 23:30 neun Minuten vor dem Ende hätte vermutlich kaum noch jemand auf die Vikings gewettet. Doch mit vier Treffern in Serie kämpfte sich das Bohrmann-Team noch einmal auf 27:30 heran (56.). Ein Punktgewinn schien wieder greifbar zu sein, ehe die Zeitstrafe gegen den Trainer den endgültigen Knockout bedeutete. Bester Werfer bei den Vikings war der belgische Neuzugang David Denert, dem neun Treffer (darunter vier Siebenmeter) gelangen. „Er macht seine Sache ganz ordentlich“, lobte der Coach, „muss sich aber auch im Defensivverhalten noch verbessern.“

HSG Rhein Vikings: Broy (Dreyer);  Aust 5, Becher, Denert 9/4, Eberlein, Gipperich 4, Görgen 2, Handschke 3, Ingenpass 1, Schlichting 1, Schön, Weis, Zimmermann 3.