Handball: Handball: DHC fordert Leipzig bis zuletzt

Handball: Handball: DHC fordert Leipzig bis zuletzt

Leipzig (DK) Die Zweitliga-Handballer des DHC Rheinland kassierten gestern Abend in der ehrwürdigen Ernst-Grube-Halle eine knappe Niederlage beim SC DHfK Leipzig. Vor 1178 Zuschauern unterlag die Mannschaft von Trainer Richard Ratka in der einstigen Kaderschmiede des ostdeutschen Leistungssports zwar mit 31:33 Toren. Untergegangen sind die Dormagener in der sprichwörtlichen "Grubehölle", in der in diesem Jahr noch kein Gegner als Sieger vom Parkett ging, aber keineswegs.

Der Coach sprach sogar von einem "hervorragenden Spiel" seiner Jungs, die mit fünf A-Jugendlichen zum Tabellensiebten gereist waren. "Wir haben einem der derzeitigen Spitzenteams der Liga über die gesamte Spielzeit Paroli geboten und ein hohes Tempo bis zum Schluss durchgehalten. Das ist unter unseren Voraussetzungen nicht selbstverständlich", sagte der 48-Jährige. Im Interview nach der Schlusssirene widerfuhr Ratka ein Ausrutscher, als er die Leipziger irrtümlich als "Delitzscher" betitelte. So falsch jedoch war dieser Fauxpas nicht, denn immerhin standen im DHfK-Kader zehn Akteure, die einst für das 20 Kilometer nördlich gelegene Delitzsch aufs Parkett liefen. Jene Mannschaft, die 2010 nach Insolvenz in ähnlicher Situation wie Dormagen von der Bildfläche des deutschen Zweitliga-Handballs verschwand. Die Spieler wechselten fast gänzlich zum aufstrebenden Team in die sächsische Metropole, das seit 2009 von Handball-Ikone Stefan Kretzschmar unterstützt wird, der in ehrenamtlicher Funktion als Aufsichtsrats-Mitglied für die Sponsorenakquise zuständig ist. Auch Uwe Jungandreas, ehemaliger Concordia-Übungsleiter, besitzt mittlerweile einen Arbeitsvertrag bei den Leipzigern.

Mit seinen Jungs konnte der 50-Jährige am 35. Spieltag keinesfalls zufrieden sein. Nach einem blamablen Auftakt der Gastgeber zogen die jungen Recken aus dem Rheinland mit 9:3 Toren (18. Minute) davon. Zur Halbzeit führten sie mit 14:10 Treffern. "Ich nehme an, dass uns die Leipziger unterschätzt haben", analysierte Ratka. Auch als den Leipzigern nach dem Wechsel erst der Ausgleich zum 19:19 (40.), dann der erste Führungstreffer zum 21:20 (45.) gelang, brachen die Gäste nicht ein.

(NGZ)
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