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Handball: Der TSV Bayer Dormagen kämpft den EHV Aue mit 28:26 nieder.

Handball : TSV beweist Stehvermögen

Die Zweitliga-Handballer des TSV Bayer Dormagen schlagen den EHV Aue nach einer beeindruckenden Energieleistung in heimischer Halle mit 28:26.

Ohne Alexander Senden, ohne Stammkeeper Martin Juzbasic, ohne Toni Juric und ab der 33. Minute auch wieder ohne ihren Top-Torschützen André Meuser, aber mit ganz viel Herz und Leidenschaft rang der TSV Bayer Dormagen starke Gäste aus dem Erzgebirge nieder – und machte damit seinen Trainer Dusko Bilanovic mit Recht stolz. Und zwar auf die gesamte Mannschaft. „Bei uns ist egal, wer spielt. Alle bringen ihre Leistung.“

Und trotzdem hatte der schwer erkämpfte 28:26-Erfolg (Halbzeit 15:14) über den EHV Aue drei „Helden“: Allen voran Benni Richter, der nicht nur alle seine Siebenmeter nutzte (3/3), sondern in der zweiten Hälfte als Rechtshänder im rechten Rückraum auf der Position von André Meuser, der sich, eh schon angeschlagen ins Spiel gegangen, bei einer Wurfaktion das Sprunggelenk verrenkte. In eine Phase, als es für die Gastgeber gar nicht lief, war er zur Stelle und schloss die Partie mit sieben Treffern ab. Sein bestes Spiel im Tor des TSV zeigte der junge Christian Simonsen. Kurz vor der Halbzeitpause für Sven Bartmann eingewechselt, stach er seine Kollegen auf der anderen Seite klar aus. Ohne nachhaltigen Effekt verschliss Aues Trainer Runar Sigtryggsson auf der Linie in Sveinbjörn Petursson, Erik Töpfer und Anadin Suljakovic gleich drei Schlussleute. Zusammengehalten wurde das blutjunge Team der Hausherren, in dem die A-Jugendlichen Aron Seesing (18) und Christian Wilhelm (19) an der Seite von Kapitän Patrick Hüter über weite Strecken den Abwehrmittelblock bildeten, von Ian Hüter. Der Mittelmann war vorne wie hinten fast über 60 Minuten hinweg so ziemlich an allen entscheidenden Aktionen beteiligt.

Natürlich auch in der Schlussphase: Obwohl selbst Richter beim 25:26-Rückstand „schon ein bisschen Bammel hatte“, war er es, der ganz starke drei Minuten mit dem Treffer zum 26:26-Ausgleich initiierte. Nach einer Parade Simonsens netzte Richter auch zum 27:26 (58.) ein. Im Gegenzug war wiederum Simonsen nicht zu überwinden, den darauffolgenden „Elfmeter“ verwandelt Ian Hüter 35 Sekunden vor dem Ende mit schierer Willenskraft zum 28:26.

Dieses Stehvermögen war für Bilanovic der Schlüssel zum Heimsieg: „Wir haben nichts mehr zugelassen, die größere Fitness hat entschieden.“ Während sein Trainerkollege mit seinen Torhütern haderte und dem Handikap, die wichtigsten Minuten der Partie zumeist in Unterzahl bestreiten zu müssen („Und das war unsere Schuld!“), blickte Bilanovic voller Freude auf seine Youngster Tim Mast (5 Tore), Jan Reimer (3) und Aaron Seesing (2), die sich auch im Angriff mit mutigen Auftritten für die Zukunft empfahlen. „Das war stark!“

Weiter geht es für Dormagen bereits am Mittwoch, wenn (hoffentlich) der TuS Ferndorf ins TSV Bayer Sportcenter kommt.