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Handball-Bundesliga hält an Saisonstart Anfang Oktober fest

Handball : Künftig zählt der direkte Vergleich

Handball-Bundesliga hält an Saisonstart Anfang Oktober fest und beschließt eine Regeländerung.

Den Charakter des  Handballspiels wird sie nicht ändern, jedenfalls nicht in dem Maße, wie die aktuell bei vielen Trainern heftig in der Kritik stehende Einführung des siebten Feldspielers vor vier Jahren. Vielmehr soll die Regeländerung, die die 39 Vereine der Ersten und Zweiten Liga auf der Mitgliederversammlung der Handball-Bundesliga (HBL) beschlossen, die Top-Klubs und deren Nationalspieler entlasten.

„Das wurde auf ausdrücklichen Wunsch von Bundestrainer Alfred Gislason beschlossen,“ sagt HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann über die Entscheidung, dass künftig auch in den höchsten beiden Spielklassen bei Punktgleichheit zweier Klubs nicht das Torverhältnis, sondern der direkte Vergleich für die Platzierung in der Abschlusstabelle ausschlaggebend ist. Eine Regelung, die im Übrigen in allen Spielklassen ab der Dritten Liga, für die nicht die HBL, sondern der Deutsche Handball-Bund 8DHB) zuständig ist, schon länger angewendet wird. Mit der Änderung soll den Spitzenvereinen der Druck genommen werden, in jedem Spiel mit dem stärksten Aufgebot bis zum Schluss auf Torejagd zu gehen.

Auf der zweitägigen Mitgliederversammlung in Köln bekräftigte die HBL noch einmal den Plan, am ersten Oktoberwochenende mit der Saison 2020/21 zu starten. „Wir haben die Klubs eingeschworen, was alles noch zu tun ist. Derzeit spricht nichts dagegen, dass wir am 1. Oktober loslegen können,“ sagt Bohmann. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass in den aktuellen Corona-Schutzverordnungen das Verbot von Großveranstaltungen von Ende August bis Ende Oktober verlängert wurde.

Deshalb kalkuliert die HBL inzwischen mit Spielen ohne Zuschauer. „Das will ich nicht ausschließen. Unser unbedingtes Anliegen ist es, Anfang Oktober loszulegen,“ sagt Bohmann, der davon ausgeht, dass es in den Hallen auf jeden Fall keine Stehplätze und keine Auswärtsfans geben wird. Eine einheitliche Regelung dürfte es ohnehin kaum geben: „Da sind wir von der Politik und von den Behörden abhängig. Es kann sein, dass ein Verein mit Zuschauern spielen kann und ein anderer nicht,“ so der HBL-Geschäftsführer. Ein Hygienekonzept liegt zur Zeit zur Prüfung beim Bundesgesundheitsministerium, ein gemeinsam mit Basketball und Eishockey erarbeitete Generalkonzept soll demnächst fertig gestellt werden.