Hand-In-Hand-Lauf der Hit beim Sommernachtslauf

Sommernachtslauf: Hand in Hand zum Sieg beim Sommernachtslauf

Der inklusive Lauf sorgte auch bei der 36. Auflage des Neusser Sommernachtslaufs für Begeisterung – doch auch für Verwirrung im Vorfeld.

Hand in Hand liefen sie am Ende nicht mehr – nicht in der letzten Runde, als es um den Sieg im gleichnamigen Lauf ging. Christian Wolf und Martin Winkel lieferten sich ein Duell um den Sieg im fünf Kilometer langen Hand-in Hand-Lauf, der beim Neusser Sommernachtslauf im Rahmen des „Comfort-Fünfers“ ausgetragen wurde.

Doch es sind nicht die Ergebnisse, die diesen Lauf für Menschen mit und ohne geistige Behinderung auszeichnen, sondern die besonderen Geschichten: wie die von Christian Wolf und Martin Winkel. Seit ein paar Jahren ist Winkel Wolfs Gruppenleiter bei den Gemeinnützigen Werkstätten Neuss (GWN). Was die beiden seitdem nicht nur beruflich verbindet: das Laufen. „Wir laufen einmal in der Woche zusammen“, sagte Wolf, „und das seit mittlerweile drei Jahren.“ Sein Gruppenleiter glaubt, dass er ohne ihn gar nicht mehr so viel trainieren würde. „Christian ist richtig motivierend für mich, wir ziehen uns gegenseitig mit“, erläuterte Winkel.

  • Lokalsport : Inklusionslauf begeistert das Neusser Publikum

Die beiden überzeugten mit ihrem Engagement nicht nur das begeisterte Neusser Publikum, sondern auch die Organisatoren des Sommernachtslaufs, die ihnen den Friedhelm-Hamacher-Preis für gelungene Inklusion verliehen. „Bei dem Preis spielt die Platzierung keine Rolle, auch wenn das in diesem Fall natürlich auch gepasst hätte“, erklärte GWN-Sportlehrer und TG-Vorstand Thomas Gindra, der die beiden Neusser für den Preis vorgeschlagen hatte, „es geht um besonderes Engagement.“

Für Verwirrung habe allerdings die kurzfristige Umbenennung von „Inklusionslauf“ in „Hand-in-Hand-Lauf gesorgt. „Viele haben nachgefragt, ob es in diesem Jahr keinen Inklusionslauf gebe, und sich zunächst für den normalen Fünf-Kilometer-Lauf angemeldet“, erläuterte Gindra. Die Verwirrung machte sich auch in den Zahlen bemerkbar. Erreichten im vergangenen Jahr noch 38 Starter das Ziel, waren es in diesem Jahr mit 18 „Finishern“ weniger als die Hälfte. „