Jüchen : Halteverbot verschärft

Auf der Odenkirchener Straße gibt es immer Staus wegen parkender Autos. Jetzt soll montags bis freitags ein zeitlich beschränktes Halteverbot für die Hausnummern 8 bis 16 gelten. Das Halten mit Parkscheibe wird verkürzt.

Wer im Berufsverkehr die Odenkirchener Straße nutzen muss, kennt das Problem: Achtlos abgestellte Autos lassen die schmale Durchfahrtsstraße zum Nadelöhr werden. Oft stauen sich die Wagen über den Kreisel am Markt hinweg. Damit der Verkehr in Zukunft besser fließen kann, soll jetzt montags bis freitags ein zeitlich begrenztes Halteverbot eingerichtet werden. Darauf einigten sich nach langer Diskussion die Politiker im Verkehrsausschuss — allerdings anders, als es die Verwaltung vorgeschlagen hatte.

Die FDP hatte den Antrag gestellt, das Verkehrsproblem durch ein Halteverbot zu lösen: "Wir wollen zu den Hauptverkehrszeiten an der Odenkirchener Straße zwischen Marktplatz und Weyestraße ein Halte- und Parkverbot", hatte Fraktions-Chef Herbert Altenberg angekündigt. Denn obwohl es nur wenige Meter weiter, am Markt, Stellflächen gibt, wird die Fahrbahn immer wieder zum Parken genutzt — oder zum Halten bei Lieferungen. Deshalb hatten die Liberalen ein absolutes Halte- und Parkverbot in den Zeiten zwischen 7 und 9 Uhr sowie zwischen 15 und 18 Uhr vorgeschlagen. Schnelles Handeln sei notwendig, denn: "Wenn der geplante Lidl-Markt kommt, wird sich das Verkehrsproblem vergrößern", so Altenberg. Bereits jetzt würden sich viele Jüchener über die verstopfte Straße ärgern.

"Nicht Gehweg mitnutzen"

Nach Gesprächen zwischen Ordnungsamt, Straßenverkehrsamt und den Händlern an der Odenkirchener Straße stellte die Verwaltung folgende Lösung im Ausschuss vor: Ein Teil des Gehweges sollte zum Parken genutzt werden können — vorausgesetzt, mindestens 1,80 Meter auf dem Gehweg bleiben frei. Außerdem sollte das vorhandene eingeschränkte Haltverbot zwischen den Hausnummern 8 und 10 verschärft werden; zudem sollte nur noch eine halbe Stunde statt bisher eine Stunde dort mit Parkscheibe gehalten werden.

CDU und FDP sprachen sich vehement dagegen aus, dass auch der Gehweg für parkende Autos genutzt werden sollte. Sie schlugen stattdessen vor, montags bis freitags zwischen 7 und 9 Uhr sowie zwischen 15 und 18 Uhr ein absolutes Halteverbot einzurichten. Außerhalb der Zeiten soll das Halten nur noch für eine halbe Stunde möglich sein.

Die Gemeindeverwaltung hatte mit dem Beschlussvorschlag kein Problem, Bürgermeister Harald Zillikens wies aber auf mögliche Einwände durch den Straßenlastträger (Straßen NRW) hin. Denn der ursprüngliche Beschlussvorschlag sei bereits abgestimmt gewesen — der neue müsse abgestimmt werden.

(NGZ)