Korschenbroich: Haltestellen bald barrierefrei

Korschenbroich : Haltestellen bald barrierefrei

Busfahren wird bequemer: Die Stadt baut dieses Jahr 40 Haltestellen im Stadtgebiet behinderten- und seniorengerecht um. Zugleich werden viele neue Wartehäuschen errichtet. Kostenpunkt: 789 000 Euro.

Behinderten und älteren Menschen will die Stadt die Wege ebnen. Mit rund einer halben Million Euro aus dem Konjunkturpaket werden 128 barrierefreie Überwege geschaffen. Künftig sollen es aber auch Bus-Fahrgäste bequemer haben. Im Frühjahr startet das Umbauprogramm, bei dem mit erheblichen Zuschüssen 40 Haltestellen behinderten- und seniorengerecht umgestaltet und viele zugleich besser ausgestattet werden. "Damit wollen wir Menschen mit eingeschränkter Mobilität das Busfahren erleichtern und die Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs erhöhen", sagt Beigeordneter Bernd Dieter Schultze.

Wie das funktioniert, erklärt Tiefbauamtsleiter Christoph Herchner: Normale Bürgersteige liegen zwölf Zentimeter über der Fahrbahn – "an barrierefreien Haltestellen wird der Bürgersteig auf 16 Zentimeter Höhe angehoben, so dass die Fahrgästeleichter in den Bus steigen können." Das Vorbild: die bereits umgestaltete Haltestelle "Am Brauhaus" in Korschenbroich. Über das Umbauprogramm freut sich die NVV Aktiv und Mobil (Niederrheinische Versorgung und Verkehr), die in Korschenbroich acht Linien betreibt. "25 bis 30 Prozent unserer Fahrgäste sind ältere Menschen", sagt Erich Wolters, Abteilungsleiter für den Fahrbetrieb. "Unsere Niederflurbusse lassen sich auf der Einstiegsseite absenken, bei 16 Zentimetern Bordsteinhöhe müssen die Fahrgäste bei unseren Bussen nur zwei bis drei Zentimeter überwinden." 60 Prozent der 204 NVV-Busse verfügen auch über eine Rampe für Rollstuhlfahrer.

Als erstes umgebaut werden viel genutzte Haltestellen wie an den Bahnhöfen in Korschenbroich und Kleinenbroich sowie an den Kirchen in Pesch, Glehn, Liedberg. Der Umbau erstreckt sich nicht nur auf den Bordstein. Auch viele neue Wartehäuschen mit Sitzen werden montiert. Nicht weiter im Regen stehen sollen die ÖPNV-Kunden an acht Haltestellen etwa in Glehn, an denen die Hallen 2010 abgebaut wurden – der Vertrag mit der Lichtreklame-Firma war ausgelaufen. "Sie hatte offensichtlich kein Interesse mehr. Es war wohl nicht leicht, die Werbeflächen zu vermieten", so Schultze. Nun errichtet die Stadt eigene Häuschen. Je nach Bedarf werden die 40 Busstops zudem mit Beleuchtung, Abfallbehältern und Fahrradständern ausgerüstet.

(NGZ)
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