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Hallenkreismeisterschaft: SV Gençlerbirligi schlägt Kapellen im Finale

Hallenfußball : Gençlerbirligi schlägt Kapellen im Finale

Dem A-Ligisten gelingt in der Vorrunde G der Hallenkreismeisterschaft mit dem 3:1-Sieg über den Landesligisten eine kleine Sensation.

Als wäre der Einzug des SVG Grevenbroich in die Endrunde der 31. Kreishallenmeisterschaft am Sonntag in Gustorf nicht schon Futter genug, lieferte der 3:1-Erfolg des A-Kreisligisten im Finale über den turmhoch favorisierten Landesligisten SC Kapellen noch weitere Geschichten.

So avancierte bei Gençlerbirligi Adil Ekren zum Matchwinner – und zwar im Tor, dabei hält der 32 Jahre alte Kapitän auf dem Feld die Abwehr zusammen. Auf ihn war Trainer Erkan Akan nur gekommen, weil in Ugur Aydin (Hand gebrochen) und Oguzhan Koyun (Verletzung an der Schulter) gleich beide etatmäßigen Keeper in Gustorf nicht zur Verfügung standen. Eine gute Wahl, vor allem im Endspiel. Das hätte eigentlich eine klare Angelegenheit werden müssen, hatte der SCK das Vorrunden-Duell mit den Schlossstädtern doch noch klar mit 5:2 gewonnen. Danach arbeitete sich der SVG allerdings ins Turnier hinein: Den zum Weiterkommen nötigen 4:2-Sieg über die SG Orken/Noithausen (Kreisliga B) bezeichnete Erkan Akan als Pflichtaufgabe, den 2:1-Erfolg im Halbfinale über den Lokal- und Ligarivalen BV Wevelinghoven „haben wir clever runterverwaltet.“

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Bedeutend schwerer tat sich der SC Kapellen: Gegen Rot-Weiß Elfgen (Kreisliga B) benötigten die Schützlinge von Trainer Oliver Seibert das Siebenmeterschießen, um ins Endspiel aufzurücken. „Da stand die Halle natürlich Kopf“, sagt der Sportliche Leiter Jörg Ferber. Doch das war gar nichts im Vergleich zum Finale. In das hatte Erkan Akan seine technisch durchaus beschlagenen Kicker mit diesem Auftrag geschickt: „Erstmal hinten dichtmachen. Nicht schön, aber uns blieb ja keine andere Wahl.“ Die Taktik ging auf, Erkan Gündogdu schoss den krassen Außenseiter sogar in Führung. Und dann wurde es vogelwild: Jannik Schulte springt der Ball vor dem eigenen Tor an die Hand. „Unabsichtlich“, beteuert Ferber, doch die Entscheidung steht: Rote Karte für den Kapellener, Siebenmeter für Gençlerbirligi. Noch bevor Fatih Sakar gegen seinen alten Verein vom Punkt zum 2:0 trifft, fliegt auch Kapellens damit überhaupt nicht einverstandener Winterzugang Marc Paul vom Platz. Den Rest erledigt der famose Adil Ekren auf der Linie. Ekan Akan: „Er hat mindestens zehn Tausendprozentige gehalten. Fantastisch!“ Mit seinem Treffer zum 3:0 machte Burhan Öztürk alles klar. Stephan Wanneck besorgte mit seinem Tor zum 1:3 den Endstand. Doch das interessierte Ferber nicht mehr wirklich. „Was hier abgelaufen ist, ist eine Katastrophe“, stellte er mächtig angefressen fest. Mit dem eigenen Personal ging er wesentlich milder ins Gericht: „Alles okay, die Jungs haben ganz ordentlich gespielt.“ Und damit hakte er die kurze Hallensaison (fürs Erste!) ab. Am Mittwoch (Anpfiff 19.30 Uhr) steht im Rahmen der Vorbereitungen auf die Landesliga-Rückrunde die Partie beim Bezirksligisten SG Kaarst auf dem Programm, am Samstag (15 Uhr) kommt Oberligist SC Velbert ins Erftstadion.

Derweil richtet sich Gençlerbirligi auf die Endrunde ein. Erkan Akan ist als Trainer zum zweiten Mal dabei und hofft, „dass wir diesmal besser abschneiden als vor zwei Jahren. Damals fehlte unser erster Block und wir sind sang- und klanglos untergegangen.“