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Hallenhockey: Topteams zu stark für den HTC SW Neuss

Hallenhockey : Topteams zu stark für den HTC SW Neuss

Erwartungsgemäß nichts zu holen gab es für die Neusser zum Bundesliga-Auftakt gegen Mülheim und RW Köln. Trainer Matthias Gräber lakonisch: „Das waren Testspiele auf hohem Niveau.“

Willkommen zurück in der Hallenhockey-Bundesliga, HTC SW Neuss! Zum Einstand kassierte der Aufsteiger von 2020 nicht ganz unerwartet zwei derbe Niederlagen: In Mülheim unterlag Schwarz-Weiß mit 6:15 (Halbzeit 3:9) und am Abend darauf ging vor heimischem Publikum auch das Duell mit dem Deutschen Meister Rot-Weiss Köln mit 3:15 (0:5) verloren.

Tragisch fand das Trainer Matthias Gräber aber ganz und gar nicht. „Man muss die Kirche jetzt mal im Dorf lassen“, setzte er erklärend an: „Weil Mario Stümpel nach seiner Roten Karte auf dem Feld noch gesperrt war, hatten wir gegen Mülheim in Ivo Otto und Carsten Merge, der in den vergangenen Jahren aber auch nicht immer dabei war, nur zwei gestandene Bundesliga-Spieler im Kader.“ Prompt gerieten seine jungen Schützlinge durch das Tor von Julius Meyer schon nach 20 Sekunden ins Hintertreffen. Erst als in Timm Herzbruch ein weiterer der mit Nationalspielern gespickten Gastgeber zum 9:1 (26.) einlochte, befreiten sich die Neusser aus ihrer Erstarrung. Gräber: „Da haben wir auf einmal gemerkt, dass wir hier mitspielen können.“ Bis zur Halbzeitpause gestalteten Krystian Sudol und Thore Langheinrich, der auch schon zum 1:4 getroffen hatte, das Ergebnis etwas freundlicher. In der zweiten Hälfte waren für Neuss außerdem noch Finn Langheinrich (4:11), Samir Kheli (5:14) und Tim Hagedorn (5:16) erfolgreich. „Klar, wir hätten es enger machen, vorne drei, vier Tore mehr erzielen können, aber viel mehr war hier nicht drin“, resümierte der Coach und schloss seine kurze Rückschau nüchtern ab: „Dass die besser sind, wussten wir ja vorher. Ist halt so!“

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Teil II des, so Gräber, „Einspielens auf Top-Niveau“ führte am Sonntagabend RW Köln in die Stadionhalle. Der Deutsche Meister hatte am Tag zuvor den Stadtrivalen Blau-Weiß mit 16:0 (!) gedemütigt. In Neuss lagen die Domstädter nach Treffern der Nationalspieler Mats Grambusch, Moritz Trompertz und Christopher Rühr beim Seitenwechsel mit 5:0 vorne. Es dauerte bis zur 35. Minute, ehe Finn Langheinrich sein Team mit seinem Siebenmeter-Tor zum 1:7 erlöste. Krystian Sudol (2:13/52.) und Ivo Otto (3:15/59.) bescherten dem HTC sogar zwei weitere Erfolgserlebnisse. Gräber leicht ungehalten: „Wie wir die Gegentore kriegen, ist zu einfach.“