Halbzeitbilanz TuS Grevenbroich : Zum Ausklang der Hinrunde noch die Kurve bekommen

Für den Fußball-A-Ligisten aus der Schlossstadt hat sich der Trainerwechsel gelohnt. Unter Michele Fasanelli stabilisierte sich das Team deutlich. Es punktete kräftig und befreite sich aus der Abstiegszone.

Die Fußballer des TuS Grevenbroich rutschten in der A-Liga-Hinrunde in ungewohntes Terrain ab, konnte sich aber auch dank des Trainerwechsels zum Abschluss der Hinserie wieder befreien. Im zweiten Halbjahr soll der Trend fortgesetzt werden.

Saisonverlauf Eigentlich war der TuS Grevenbroich als einer der Favoriten in die Saison gestartet. Schon nach sechs Spielen war aber klar – mit dem Aufstieg haben die Schlossstädter nichts zu tun. Drei Remis, zwei Niederlagen und nur ein Sieg (7:2 gegen Büttgen) standen zu Buche. Der 4:2-Erfolg gegen Jüchen konnte die erhoffte Wende ebenfalls nicht bringen. Erst ein Trainerwechsel sorgte für den erhofften Umschwung. Jesco Neumann musste gehen, Michele Fasanelli kam. Dank drei deutlichen Siegen aus den letzten vier Spielen befreite sich der TuS Grevenbroich vor der Winterpause noch aus dem Tabellenkeller.

Das war gut Von seinen ersten Spielen als Trainer des TuS Grevenbroich war Fasanelli gleich begeistert. „Zehn Punkte aus den letzten vier Spielen – das war schon genial“, fand er und das trotz vieler Verletzter. Schon jetzt nehme das Team seine Art Fußball zu spielen an. Welche Offensivpower im Team steckt, stellte der TuS auch unter Beweis. In den vier abschließenden Partien gab es 22 Treffer. Mittlerweile ist auch Murat Köktürk angekommen – der trotz nur neun Einsätzen mit 20 Treffern die Torschützenliste anführt.

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Das war schlecht In der Hinserie bekam Grevenbroich die Qualität zu Beginn häufig nicht auf den Platz, hatte mit vielen Ausfällen zu kämpfen und konnte seiner Favoritenrolle so nicht gerecht werden. „Der Fitnesszustand war überhaupt nicht gut“, bemängelt Fasanelli und sagt: „Da werden wir im Winter einiges aufholen müssen.“ Außerdem sei der Kader schlichtweg zu klein, um in der Kreisliga A vernünftig bestehen zu können.

Personal In der Winterpause musste der TuS Grevenbroich einen bitteren Abgang verkraften. Noel Nieto wechselt zum Bezirksligisten BV Wevelinghoven. Hinzu kommen allerdings Vassilias Dimas (Rheinkraft) und Ergi Uslu (SVG Grevenbroich). „Es ist sehr schwer, im Winter Spieler zu bekommen“, so Fasanelli.

Ausblick Oberste Priorität hat der Klassenerhalt. „Wir wollen schnell unten raus und dafür brauchen wir gegen Gierath und Kaarst direkt Punkte“, gibt Fasanelli vor. In die Gefahrenzone wollen die Schlossstädter gar nicht erst wieder reinrutschen. Wie es nach der Saison weitergeht, ist noch unklar. Fasanellis Vertrag läuft erstmal bis zum Sommer, ob er darüber hinaus bleibt, hängt von vielen Faktoren ab – wie zum Beispiel der Qualität und Größe des Kaders. Allerdings sagt er auch ganz klar: „Ich kann mir durchaus vorstellen beim TuS weiterzumachen.“