Korschenbroich: Haftstrafen für Autoschieber

Korschenbroich : Haftstrafen für Autoschieber

Das Landgericht Mönchengladbach hat die Mitglieder einer Autoschieber-Bande zu Gefängnisstrafen verurteilt. Die Männer aus Korschenbroich und Gladbach hatten ihre Taten gestanden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Zu mehrjährigen Gefängnisstrafen hat das Landgericht Mönchengladbach jetzt die Mitglieder einer Autoschieber-Bande aus Korschenbroich und Mönchengladbach verurteilt. Die Angeklagten im Alter zwischen 23 und 30 Jahren hatten im Prozess gestanden.

Das Gericht verhängte daraufhin Strafen zwischen drei Jahren und vier Jahren und drei Monaten wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs und Urkundenfälschung. Das Verfahren gegen die drei Männer hatte bereits Anfang September begonnen. Während des Prozesses wurde deutlich, dass auf der Anklagebank ein Mann fehlte – der mutmaßliche Drahtzieher der Betrügereien ist untergetaucht, er hatte die Angeklagten offenbar zu ihren Taten angestiftet.

Bescheinigungen gefälscht

Die drei Männer aus Korschenbroich und Mönchengladbach räumten ein, immer wieder polnische Landsleute des Hauptangeklagten in Autohäuser begleitet zu haben, um dort mit Hilfe gefälschter Gehaltsbescheinigungen von "MEXX" oder "Hochtief" Finanzierungsverträge für Luxuswagen abzuschließen. Nach der Auslieferung der Autos wurde die Überweisung der Raten kurzfristig gestoppt, die Fahrzeuge wurden ins osteuropäische Ausland verschoben. Der Schaden: insgesamt knapp eine halbe Million Euro. Betroffen waren eine Reihe von Autohäusern in Köln und Mönchengladbach.

Football-Spieler als Betrüger

Bei einem der verurteilten Männer handelte es sich um einen Football-Spieler. Der "Bundesliga-Crack" hatte in der Vergangenheit auch das Trikot der Nationalmannschaft getragen. Neben seiner Verwicklung in die Autobetrügereien wurde er auch wegen Drogenhandels und Fahrens ohne Führerschein verurteilt. Er muss für drei Jahre in Haft. Seine beiden Komplizen – darunter ein Krankenpfleger aus Mönchengladbach und ein Bürokaufmann aus Korschenbroich – müssen wegen diverser Vorstrafen für bis zu vier Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

(NGZ)