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Korschenbroich: Händler fordern mehr Parkplätze im Ortskern

Korschenbroich : Händler fordern mehr Parkplätze im Ortskern

In einer IHK-Studie loben Stadt und Werberinge die Zusammenarbeit als "sehr positiv" – doch ein Streitpunkt bleibt.

In einer IHK-Studie loben Stadt und Werberinge die Zusammenarbeit als "sehr positiv" — doch ein Streitpunkt bleibt.

Foto: Berns, Lothar (lber)

Sei es die Vermarktung der Innenstadt mitsamt Einzelhandel, die Vermarktung einzelner Stadtteile, des Wirtschaftsstandorts oder die Tourismusförderung: Kommunen müssen heute werben, um das Interesse von Kunden und Investoren zu wecken. In einer jetzt veröffentlichten Studie untersucht die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, wie intensiv und erfolgreich Städte und Gemeinden sich diesem Thema widmen.

Alle 19 Kommunen ihres Bezirks sowie den Werbegemeinschaften schickte die IHK einen standardisierten Fragenkatalog. Das allgemeine Ergebnis: Die Zufriedenheit des Einzelhandels mit dem Stadtmarketing ist sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Ambivalent schneidet auch Korschenbroich bei der Analyse ab. Mit einer statistischen Mitarbeiterzahl von 0,25 bildet die Stadt in puncto personeller Ausstattung gemessen an der Mitarbeiterzahl pro Einwohner das Schlusslicht in der Vergleichsgruppe der mittelgroßen Kommunen.

Auch beim Marketingbudget ohne Personalkosten befindet sich Korschenbroich laut Studie auf den letzten Plätzen. Der Schwerpunkt des Marketings sei mit 70 Prozent klar auf das Innenstadt-/Citymarketing ausgerichtet. Erfreulich für die Verantwortlichen allerdings: Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und den örtlichen Werbegemeinschaften wird von beiden Seiten als "sehr positiv" beschrieben. Die Dienstwege seien kurz, gemeinsame Veranstaltungen würden organisiert, es fänden regelmäßig Gespräche statt — und die Stadt unterstütze die Werbegemeinschaften bei Stadtfesten sogar finanziell durch den Erlass von Gebühren.

Einziger Kritikpunkt der Einzelhändler: die Parksituation. "Es mangelt insbesondere an zentrumsnahen Parkplätzen", sagt City-Ring-Vorsitzender Christoph Kamper. "Es wird oft auf den Matthias-Hoeren-Platz verwiesen. Doch für viele Kunden ist er zu weit entfernt, insbesondere für ältere Menschen." Was Kamper ebenfalls fordert: eine bessere Beschilderung. "Zum Beispiel wird auf den Schotterparkplatz neben dem Rathaus nicht hinreichend aufmerksam gemacht."

Korschenbroichs Bürgermeister Heinz Josef Dick lobt die Zusammenarbeit mit den Werbegemeinschaften sowie Wirtschaftsförderin Stefanie Bössem. Dick verneint aber, dass ein Parkplatzproblem existiere. "Mit dem ehemaligen Werberingvorsitzenden Hans Bolten haben wir ein Parkleitsystem für Korschenbroich entwickelt und umgesetzt. Bislang habe ich keine Anregung vom City-Ring erhalten. So führt von der Borrenstraße aus ein Schild die Besucher zum kostenfreien Parkplatz Don-Bosco-Straße, von dort weist ein weiteres Schild Richtung Schotterparkplatz", erklärt Dick und fährt fort: "Im ganzen Innenstadtbereich ist das Abstellen des Wagens kostenfrei, um die Attraktivität unseres Einkaufsangebots zu erhöhen. Unter anderem haben wir auf dem St.-Katharina-Platz eine Parkscheibenregelung getroffen, um den Umschlag zu erhöhen. Der Weg vom Matthias-Hoeren-Platz zur Kirche dauert circa fünf Gehminuten."

(NGZ/rl)