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Jüchen: Gymnasiasten wollen Jugendvideopreis

Jüchen : Gymnasiasten wollen Jugendvideopreis

Die zweite Mission ist erfolgreich abgeschlossen: Die Musical-Gruppe "Mission Fresh Air" am Gymnasium Jüchen hat soeben ihre zweite Produktion fertiggestellt. "Damit wollen wir uns dem Wettbewerb um den Deutschen Jugendvideopreis stellen", sagt Gymnasiastin Sara Gröning. Das Thema der sechs Gymnasiasten ist – wie bereit beim ersten Musical – Umweltzerstörung.

Die sechs Gymnasiasten Nina Kaschel, Niklas Ernst, Sara Gröning, Markus Meyer-Gehlen, Jana Zintl und Lukas Hansen konnten sich bereits im April 2011 über einen Überraschungserfolg freuen: Damals hatten sie ihr erstes Musical "Mission: Fresh-Air" produziert und erfolgreich an einem Filmwettbewerb teilgenommen. Ihr Lateinlehrer Josef Rühl hatte die Freunde auf die "Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)" aufmerksam gemacht. Die Jüchener Jugendlichen bewarben sich in der Kategorie "Kreative Kommunikation" – und gingen bei 51 Konkurrenten als Sieger hervor. Schon nach diesem ersten Projekt stand für die heute 17- bis 18-Jährigen fest: "Wir machen weiter."

Das haben sie getan: In den vergangenen fünf Monaten drehte sich die Freizeit hauptsächlich um das neue Musical. "Wir haben von Anfang an vor, eine Fortsetzung zu drehen, konnten deshalb die Charaktere übernehmen", erzählt Sara Gröning. Sie hat erneut den Part der Industrie-Gigantin Veronika übernommen. Ähnlich wie der herzlose Ebenezer Scrooge in der "Weihnachtsgeschichte" von Charles Dickens erlebt auch die Umweltzerstörerin ihre Wandlung. Für Sara eine Rolle, die ihr viel Spaß bereitete: "Besonders, weil wir auch das Intro-Lied ,Veronika' selbst geschrieben haben."

Vom Drehbuch über die technische Ausrüstung bis zur Ausstattung und zu den Rollen: Fast alles haben die Gymnasiasten selbst übernommen, konnten aber auch auf die Unterstützung von Freunden und Familien zählen. "Das Drehbuch hatten wir recht schnell geschrieben. Danach haben wir einen Drehplan erarbeitet", erzählt Sara Gröning. Ein Problem sei die Terminabsprache gewesen.

Mehr als 20 Stunden Filmmaterial seien an insgesamt zwölf Drehtagen aufgenommen worden, weiß Kamerafrau Nina Kaschel, die auch die Endfassung geschnitten hat. Insgesamt, so sind sich die Musical-Produzenten einig, sei das Ergebnis professioneller ausgefallen als der Erstling. So habe man sich etwa die Ausrüstung vom Medienzentrum in Neuss ausgeliehen, habe auf einem Firmengelande ebenso drehen können wie im Heizungskeller des Gymnasiums Jüchen.

Anders als das erste Musical "Mission: Fresh Air" wird die neue Produktion vorerst nicht bei ,You tube' zu sehen sein. "Wir wissen noch nicht, wie wir es veröffentlichen wollen", sagt Sara Gröning. Jetzt sei die Gruppe erst mal gespannt auf das Ergebnis des Wettbewerbs.

Unabhängig von ihrem Abscheiden dort sind sich aber alle einig, ihre Traumberufe gefunden zu haben – ob hinter der Kamera, als Regisseurin wie Nina Kaschel oder davor wie Lukas Ernst.

(NGZ)