Jüchen : Gute Stimmung im Kloster

Das neue Konzept ist aufgegangen: Mit viel Musik und Clownerie zog "Pfingsten im Nikolauskloster" zahlreiche Besucher an. Rund 50 ehrenamtliche Helfer waren im Einsatz, damit das Fest zum Erfolg wurde.

Als Nina Klopschinski die Bühne betritt, sind die Besucher des Pfingstfestes noch mit einigermaßen wolkenfreiem Himmel gesegnet. Auch die vorangegangene Messe auf der Klosterwiese verlief trocken. Doch das Konzert, der Auftakt des dreitägigen Familienfestes im Nikolauskloster, wird immer wieder von Wolkenbrüchen begleitet. Klopschinski sorgt trotzdem für Stimmung — und zwar nicht nur mit ihrer Stimme: Die Pescherin beherrscht neben der Gitarre noch das Klavier, Cajon und die Ukulele. Diese Vielseitigkeit stellt sie auch vor dem Publikum unter Beweis.

Während die Musik über die Festwiese schallt, können sich die Gäste an aufgestellten Buden verpflegen. Je nach Laune, kann der eigene Picknickkorb mitgebracht werden, oder man nutzt das Angebot des Nikolausklosters: Ob Pommes, Bockwurst oder Limonade — Speisen und Getränke werden von den freiwilligen Helfern zum Verkauf angeboten. Pater Andreas Petith freut sich über das Engagement: "Wir haben 50 Mitarbeiter", erzählt er: "Ohne sie wäre das Fest nicht möglich."

Die Hilfe kommt nicht nur aus dem Umkreis. Sogar aus Baden-Württemberg sind Engagierte angereist, um das Kloster zu unterstützen. Klaus Siegele und Gerhard Ihle beispielsweise helfen am Wertmarkenstand aus. Vor 30 Jahren besuchten sie das erste Mal das Kloster und kommen seitdem immer wieder: "Es ist schade, dass das Wetter nicht mitspielt", bedauert Ihle, "schließlich ist das Programm wirklich mit Mühe ausgearbeitet."

Zu diesem Programm gehören am Samstagabend auch 35 Sänger aus ganz Deutschland, die sich unter dem Namen "The Gospel family of Christ" zusammengefunden haben. Trotz der unsicheren Witterung animierte der Chor zum Tanzen und bei "He's got the whole world in his hands" auch zum Mitsingen.

Das schlechte Wetter pflanzt sich zur Freude der Veranstalter nicht in den nächsten Tag fort: Der Sonntag bringt Sonnenschein und somit auch viele Besucher mit sich. Die Klosterwiese vor der Open-Air-Bühne ist voll mit Gästen, die dem Blasorchester St. Benedictus aus Heerdt oder der Big-Band Noord-Limburg lauschen. Auch am Montag reißt der Besucherstrom nicht ab. Gegen Mittag laden verschiedene Chöre zum Mitsingen ein. Unterbrochen werden die Choreinlagen regelmäßig von der Clownfrau Antoschka. Die virtuosen Jonglage-Einlagen oder Balace-Kunststücke ziehen vor allem die Kinder in ihren Bann. Resümee: Ein gelungenes Pfingstfest für die ganze Familie.

(NGZ)