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Gute Resonanz auf virtuellen Ersatz für Korschenbroicher Citylauf

Leichtathletik in Korschenbroich : Virtueller Citylauf-Ersatz kommt wieder gut an

Bei der zweiten Auflage des Virtual FunRun machten 439 Teilnehmer aus vier Nationen mit. Damit konnten die Macher von der Citylauf GmbH gut leben, auch wenn das weniger Finisher waren als im Vorjahr.

Klar, wer normalerweise gut 4000 Menschen in Bewegung bringt und in der Spitze über 10.000 Zuschauer in die Korschenbroicher Innenstadt lockt, der kann über 429 Teilnehmer bei einer Laufveranstaltung eigentlich nur müde lächeln. Doch weil in diesen Pandemie-Zeiten eben schon lange nichts mehr normal ist, können sich Hans-Peter Walther und Markus Bresser als Geschäftsführer der Citylauf GmbH auch sehr über die paar hundert Aktiven freuen, die bei der zweiten Auflage des Virtual FunRun am Sonntag auf einer Strecke ihrer Wahl fünf oder zehn Kilometer liefen beziehungsweise walkten oder 1000 Meter für den Familienlauf absolvierten und anschließend die Ergebnisse hochluden.

Doch so groß die Freude beim Veranstalter auch war, der Anlass war eigentlich ein trauriger. Denn nach 2020 konnte die für den 25. April geplante 32. Auflage des Internationalen Korschenbroicher Citylaufs erneut wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Immerhin: 2021 gibt es noch die Hoffnung auf den realen Citylauf, bislang ist er nicht komplett abgesagt, sondern auf den 22. August verschoben worden. Dennoch war es Hans-Peter Walther und Markus Bresser ein Herzensanliegen, am ursprünglich geplanten Termin etwas für die große Fangemeinde anzubieten. Dass dieses Mal lediglich 429 Starter (572 im Vorjahr) aus vier Nationen (acht im Vorjahr) mitgemacht haben, konnten die Geschäftsführer der Citylauf GmbH verschmerzen. „Wir freuen uns, dass das Angebot so zahlreich angenommen wurde. Auch wenn wir die Finisherzahl vom Vorjahr nicht ganz erreicht haben, ist es eine gelungene Veranstaltung“, so Walter und Bresser unisono. „Und manch andere Veranstaltung wäre froh, wenn sie real so viele Teilnehmer hätte“, ergänzte Walther.

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Der zweite Virtual FunRun kam mit einer erweiterten Auswahl daher. Genau 100 Teilnehmer nutzen die neuen Angebote über 5 und 10 Kilometer Walking sowie den Familienlauf über 1000 Meter. 223 Aktive absolvierten 5 Kilometer und 106 die 10 Kilometer. Insgesamt kam dabei eine Distanz von 2534 zurückgelegten Kilometern zusammen. Die ersten Ergebnisse gingen aufgrund der Zeitverschiebung aus Australien ein und wurden von der Familie Dawes aus Adelaide übermittelt. Der Kontakt nach Down Under kommt durch Luitger von der Stein zustande. Der Trainer des Korschenbricher LC verbrachte einen Austausch bei den Dawes’ und motivierte seine sportbegeisterte Gastgeberfamilie zu einer Teilnahme am Virtual FunRun. Apropos Australien: Im vergangenen Jahr verbrachte KLC-Mitglied Malte Westen nach dem Abitur ein Auslandsjahr auf dem fünften Kontinent und lief seine Strecke für die virtuelle Variante des Korschenbroicher Citylaufs am Strand, dieses Mal war er in seinem Studienort am Bonner Rheinufer unterwegs.

Geht es nach den Plänen von Hans-Peter Walther und Markus Bresser, dann kann Malte Westen am 22. August in seine Heimat kommen, um mit Tausenden weiteren Läufern am richtigen Citylauf teilzunehmen. „Denn wir wollen alles daransetzen, damit die Veranstaltung nicht zum zweiten Mal in Folge ausfällt“, betont Hans-Peter Walther. Das Gute ist: Auch wenn natürlich alles davon abhängt, wie die Pandemie sich entwickelt, die Organisation beim Citylauf ist so eingespielt, dass er auch stattfinden könnte, wenn erst spät das offizielle Okay käme. Kindergärten, Schulen und Breitensportler würden auch kurzfristig teilnehmen, so Walther. „Ein Problem könnte es nur bei der Elite geben. Eventuell ist die Qualität geringer oder die Topläufe müssen sogar ganz ausfallen. Trotzdem würden wir den Citylauf durchziehen.“