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Korschenbroich: Gut gewappnet in den Herbst des Lebens

Korschenbroich : Gut gewappnet in den Herbst des Lebens

Beim ersten Aktionstag "Ausblick 55 plus" im Foyer der Niederrhein-Klinik konnten sich die Besucher mit den Ausstellern über unterschiedliche Wohnformen und Serviceangebote für Senioren austauschen.

Über den Korschenbroicher Tauschring hat sich Marion Künne schon informiert. Auch am Stand der Caritas, der Polizei, des Senioren-Hauses, der ZWAR-Gruppen und des Bürgerbusses ist sie vorbeigekommen. Jetzt steuert die 64-Jährige ihr nächstes Ziel im Foyer der Niederrhein-Klinik an: den Tisch des Vereins "Sport Ältere Generation".

Die Vereinsvorsitzende Inge Schulz reicht ihr lächelnd einen Flyer, schickt dann gleich noch einen Veranstaltungskalender hinterher. Marion Künne bedankt sich und ist schon wieder auf dem Sprung: Ein paar Meter weiter informiert der Rhein-Kreis Neuss über Serviceleistungen im Betreuten Wohnen, da will die Besucherin des ersten Info-Treffs "Ausblick 55 plus" als nächstes hin.

Insgesamt 17 Stände unterschiedlicher Vereine und Organisationen sind an diesem Samstagmittag aufgebaut, an einigen steht das "Wohnen im Alter" im Mittelpunkt. Organisiert hat den Aktionstag mit dem Motto "Alltagshilfen — und wie man sich mit kleinen Dingen das Leben leichter machen kann" die Seniorenbeauftragte der Stadt Korschenbroich, Petra Köhnen. "Viele im Ort beschäftigen sich mit dem Thema Wohnen im Alter", sagt sie. "Wir wollen ihnen heute zeigen, welche Hilfen es gibt, die man sich nach Hause holen kann." Korschenbroich habe da einiges zu bieten, aber das wüssten nur wenige Bürger.

So geht es auch Marion Künne. "Ich bin neugierig, welche Möglichkeiten es gibt", sagt sie — deshalb sei sie in die Niederrhein-Klinik gekommen. Im Alter könne sich sehr schnell sehr viel verändern, für solche Situationen will die 64-Jährige gewappnet sein.

Deshalb informiert sie sich etwa über Einkaufs- und Putzhilfen, das System des Tauschrings und die Aktionen des Vereins "Sport Ältere Generation". Gemütlich schlendert Marion Künne durchs Foyer, bis nach hinten, wo sich der Verein Bürgerbus präsentiert: Ihr Mann Klaus ist einer der Fahrer. Sie hat viel Platz, denn an den Ständen herrscht nicht gerade Gedränge.

Dennoch ist Organisatorin Petra Köhnen mit der Resonanz zufrieden. "Ich denke, das Interesse der Bürger ist da", sagt sie. "Positiv finde ich auch, dass sich die Aussteller untereinander austauschen." Petra Sommerhäuser ist da ein gutes Beispiel: Der Aktionstag sei eine tolle Gelegenheit für Netzwerkarbeit, sagt die Leiterin des Korschenbroicher Seniorenhauses.

Mit einer Kollegin ist sie in die Niederrhein-Klinik gekommen, um für ihre Einrichtung zu werben und neue Ehrenamtler zu gewinnen. "Ich habe heute schon viele sehr interessante Gespräche geführt", erzählt sie, als etwa die Hälfte des Aktionstages vorbei ist. Nicht nur mit Besuchern, auch mit Standnachbarn.

(NGZ/EW)