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Korschenbroich: Günter Thoren legt Fachwerk von 1740 frei

Korschenbroich : Günter Thoren legt Fachwerk von 1740 frei

Seit gestern ist das Haus Sebastianusstraße 7 im Korschenbroicher Ortskern eingerüstet. Was auf viele Passanten zunächst wie eine zum Abriss freigegebene Ruine wirkt, soll schon in wenigen Monaten zu einem Schmuckkästchen werden. Der Korschenbroicher Günter Thoren – mit einem Faible für historische Bauwerke – hat den Klinker-Bau für seine Kinder Katharina (29) und Sebastian (26) erworben. Der 55-Jährige will jetzt das alte Fachwerk freilegen. "Das Haus wurde vor 1740 errichtet", versichert der versierte Tischlermeister und zeigt unter anderem auf die schon jetzt zu sehenden Holzbalken. Der steinerne Rundbogen, bislang ebenfalls unter hässlichen Klinikern versteckt, soll schon in wenigen Tagen zu erkennen sein.

Das Gerüst hat Günter Thoren für drei Monate geordert. In der Zeit will er die Rohbauarbeiten zu der Straßenseite hin abgeschlossen wissen. Dass es für diese Zeitspanne im Baustellenbereich zu keinem Begegnungsverkehr kommen wird, kann Thoren als Bauherr nicht verhindern: "Eine Spur bleibt auf jeden Fall befahrbar."

Günter Thoren drückt auf die Tube: Er hat im hinteren Gebäudebereich bereits mehrere Wände entfernt. "Bis zum Jahresende muss der Rohbau dicht sein", fasst er seine Vorstellungen zusammen. Die Seitenfront soll Alt und Neu mit einer sechs Meter hohen Glasfassade verbinden. Schließlich will Thoren neben dem, von ihm neugestalteten Rathausvorplatz einen weiteren Hingucker platzieren.

Die für das Haus "Nummer 7" geplante Gastronomie soll dann den Betrieb im benachbarten "Anker" ergänzen. Schon jetzt steht Günter Thoren mit möglichen Pächtern in Verhandlung. Er will mit dem neuen Angebot gezielt Familien mit Kinder ansprechen. Zur Investitionshöhe konnte Thoren gestern noch nichts sagen. "Ich habe wirklich keine Ahnung", versicherte er im Gespräch mit der NGZ. "Für mich ist das Endergebnis wichtig."

(NGZ)