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Lokalsport: Gruppe 1: TuS Grevenbroich will Jüchen ein Bein stellen

Lokalsport : Gruppe 1: TuS Grevenbroich will Jüchen ein Bein stellen

Es ist zwar erst zwei Jahre her. Doch aus der Mannschaft, die 2016 die Kreishallenmeisterschaft gewann, sind im Kader des VfL Jüchen/Garzweiler nur noch eine Handvoll Spieler übrig geblieben.

"Viele sind es nicht mehr", weiß Trainer Michele Fasanelli, der selber erst seit dem vergangenen Sommer an der Seitenlinie steht und sich morgen zunächst mit dem TuS Grevenbroich, der DJK Gnadental und dem FC Straberg duelliert. Doch auch mit dem neuen, deutlich jüngeren Kader kann der VfL als Landesligist sich durchaus Chancen ausrechnen. Nach einem holprigen Turnierstart (1:2-Pleite gegen den C-Ligisten Helpenstein) gewann Jüchen seine Vorrunde souverän durch einen 9:0-Finalsieg gegen den VfR Büttgen. "Favorit bist du in dieser Gruppe sicherlich", sagt Fasanelli, "aber Mannschaften wie Straberg oder Elfgen haben letzte Woche gezeigt, dass es in der Halle egal ist, in welcher Liga man spielt."

Wie gefährlich selbst ein C-Kreisligist wie Rot-Weiß Elfgen ist, musste Bezirksligist TuS Grevenbroich nämlich am eigenen Leib erfahren. Erst im Siebenmeterschießen schlug der TuS den kleinen Stadtkonkurrenten. Trainer Lars Faßbender hofft auf eine Steigerung: "Wir fahren bestimmt nicht nach Gustorf, um nur gut auszusehen." Verstärkung erhält er durch Martin Hermel, Dominik Peik und Noel Nieto, die in der Vorwoche verletzt gefehlt hatten. Für Faßbender selber wird die Gruppenphase zu einem großen Wiedersehen: Mit Jüchens Trainer Fasanelli kickte er genauso zusammen beim TuS wie mit dem Straberger Routinier Markus Peters, Gnadentals Coach Jörg Ferber trainierte ihn einst.

Dass Ferber mit seinen 49 Jahren morgen wie schon in der Vorrunde wieder selbst die Turnschuhe schnüren muss, ist gut möglich. "Ich befürchte es fast", sagt der DJK-Trainer, dessen Kader unter der Woche verletzungsbedingt noch einmal geschrumpft ist. In welchem Maße die DJK daher dagegenhalten kann, wird abzuwarten sein.

Als größter Außenseiter qualifizierte sich B-Ligist Straberg. "Nach internen Recherchen ist es wohl das dritte Mal, dass wir in der Endrunde stehen. Aber das letzte Mal ist schon gut 20 Jahre her", weiß Trainer Thomas Baumer, der gespannt ist: "Wir wollen die Endrunde als Erlebnis wahrnehmen und freuen uns, gegen die großen Mannschaften des Kreises zu spielen und nicht nur gegen deren Zweitvertretungen, wie im Ligabetrieb." In der Vorrunde schaltete der FC unter anderem den Bezirksligisten TSV Bayer Dormagen aus. Das zu wiederholen, sei für Baumer aber schwierig: "Vielleicht können wir Jüchen im ersten Spiel ja überraschen. Aber dreimal in Folge eine Bestleistung abzurufen, wird eine Herausforderung."

(cpas)