Korschenbroich: Grundwasser-Pumpen: Notbetrieb ab Dezember

Korschenbroich : Grundwasser-Pumpen: Notbetrieb ab Dezember

Auch wenn der Erftverband bei der Umsetzung des Grundwasser-Kappungsmodells zeitlich leicht in Verzug geraten ist, gab sich Stefan Simon im Umweltausschuss der Stadt zuversichtlich. "Wir werden auf jeden Fall einen Notbetrieb ab 1. Dezember garantieren", versicherte er. Bis zum 30. November wollte der Erftverband die sechs alten und die drei neuen Grundwasser-Pumpen im Korschenbroicher Stadtgebiet einsatzbereit haben.

Der beim Erftverband zuständige Abteilungsleiter Stefan Simon rechnet nun mit einer Verzögerung von gut zwei Wochen. Dies begründete er gestern Abend unter anderem mit den "vielen unterschiedlichen Gewerken", die für das Brunnen-Setzen erforderlich sind: "Wir werden erst Mitte Dezember die volle Funktion gewährleisten können." Für Stefan Simon kein Problem: Er lenkte den Blick auf die aktuell günstigen Grundwasserstände. "Die trockenen Herbstmonate bescheren uns niedrige Wasserstände. Wir sind von den Einschaltwerten 20 bis 50 Zentimeter entfernt."

Die wasserrechtliche Genehmigung für den Pumpbetrieb steht auch noch aus. Für Simon aber nur noch eine Formsache. "Wir haben die Rechte im Juni beim Rhein-Kreis Neuss als Genehmigungsbehörde beantragt", so der Grundwasser-Experte weiter. Der Erlaubnisentwurf liegt dem Erftverband bereits vor. "Wir rechnen zeitnah mit der Genehmigung. Es fehlt eigentlich nur noch die offizielle Unterschrift", erklärte Stefan Simon gestern Abend.

Zufrieden äußerte er sich mit den drei neuen Brunnen-Pumpen. Die Arbeiten seien fast abgeschlossen, die Technik müsse noch installiert werden. Danach würden die Brunnen-Häuschen gesetzt — so wie jetzt bereits an zwei Standorten in Kleinenbroich. Der Schwimmponton auf dem Baggersee ist mit zwei neuen Pumpen aufgerüstet wurden. Zurzeit wird der Steg verzinkt, bevor der Ponton in gut zehn Tagen zu Wasser gelassen werden kann.

(NGZ)