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Korschenbroich: Grüne fordern Parkgebühren für den Ortskern

Korschenbroich : Grüne fordern Parkgebühren für den Ortskern

Für drei Radwege-Verlängerungen, eine Lärmschutzsatzung und die Parkplatzbewirtschaftung im Korschenbroicher Ortskern machen sich die Grünen stark. Das ist das Ergebnis ihrer Haushaltsklausur. Und so geht die Ratsfraktion am Dienstag lediglich mit drei Anträgen in die Haushaltsberatungen.

Über Jahre hinweg hat die Stadt immer mit ihren kostenfreien Parkplätzen im Korschenbroicher Ortskern geworben. Geht es nach dem Willen der Bündnisgrünen soll das jetzt ein Ende haben. "Wir beantragen eine Parkraum-Bewirtschaftung, so unpopulär das auch sein mag", sagt Wolfgang Houben der NGZ und prognostiziert schon jetzt den Aufschrei des Einzelhandels.

Die Bündnisgrünen favorisieren Parkscheinautomaten für die Hindenburg-, die Stein- und die Sebastianusstraße. Von der Neuerung unberührt sollen die Stellplätze zwischen Gymnasium und Rathaus sowie die auf dem Katharinen-Platz und dem Matthias-Hoeren-Platz sein. Dass die Autofahrer — ähnlich wie in Dormagen — die ersten 30 Minuten kostenfrei parken dürfen, ist für Houben durchaus denkbar. Wichtig ist ihm zu den regelmäßigen Einnahmen, "dass alle Langzeitparker keine Kundenparkplätze mehr im Ortskern blockieren".

Houben: "Umgebungslärm muss reguliert werden."

Die Lücken im Radwegenetz wollen die Bündnisgrünen in diesem Jahr schließen. Einen Antrag mit drei Positionen werden sie heute im Hauptausschuss vorlegen. Zwischen Liedberg und Schlich fehlen nach Angaben Houbens rund 800 Meter Radweg und zwischen Rheydter/Ecke Willi-Brandt-Straße bis hin zur L 31n. Wichtiger ist ihm aber der Lückenschluss von der Liedberger Feuerwache über Drölsholz bis nach Kleinenbroich. Er sieht die Stadt in der Pflicht: "Wir reden hier über einen Schulweg."

Was ihm noch fehlt, ist eine Lärmschutzsatzung. Dabei ist es Houben wichtig, dass der Umgebungslärm reguliert wird. Houben: "Wir brauchen festgelegte Zeiten, wann beispielsweise ein Rasenmäher oder Hochdruckreiniger im Freien genutzt werden darf." Das Ziel der Satzung: "Eine gute Basis für gute Nachbarschaft."