Jüchen : Großes Talent an der Gitarre

Daniel März hat sich in Jüchen als Nachwuchsmusiker bereits einen Namen gemacht. Nach zahlreichen Konzerten startete er auch bei "Jugend musiziert" durch. Später möchte er Musik studieren und Gitarre unterrichten.

Daniel März sitzt auf der Bühne, er hat sich über seine Gitarre gebeugt und spielt. Begleitet wird er nur von einem Cajon, sonst ist die Bühne leer. Die gesamte Aufmerksamkeit liegt auf dem jungen Musiker. Das scheint den 14-Jährigen nicht zu stören. Aus dem Konzept bringt es den Solisten erst recht nicht. Kein Wunder: Trotz seines jungen Alters hat der Schüler, der nach den Sommerferien die neunte Klasse der Realschule Jüchen besuchen wird, schon jede Menge Bühnenerfahrung.

An seinen ersten Auftritt erinnert er sich genau. "Das war in Bedburdyck bei einem Gitarrenkonzert", sagt Daniel März. "Damals war ich noch sehr nervös." Das hat sich gelegt. Klar, die Aufregung vor Konzerten gehöre natürlich immer noch dazu, aber mit der Zeit habe er gelernt, damit umzugehen. "Ich konzentriere mich bloß auf die Musik – und versuche, nicht so sehr auf das Publikum zu achten", verrät Daniel März. Mehrere hundert Zuschauer sind für ihn keine Seltenheit. Auch den kritischen Ohren einer Jury hat er sich schon ausgesetzt: Im vergangenen Jahr nahm er zum ersten Mal am Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" teil und belegte prompt den zweiten Platz. Dieses Jahr holte er sogar den ersten Preis – samt Weiterleitung zum Landeswettbewerb, an dem er ebenfalls erfolgreich teilnahm.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Mit neun Jahren hat Daniel März die Gitarre für sich entdeckt. "Damit sind so viele verschiedene Musikrichtungen möglich. Außerdem kann man die Gitarre überall mit hin nehmen", sagt der talentierte Nachwuchs-Gitarrist. Viel gelernt hat er in der Jüchener Musikschule ProMusica. Noch immer verfeinert er dort sein Spiel.

In der sechsten Klasse trat Daniel März der Band-AG seiner Schule bei: Zusammen mit Schlagzeugern, Bassisten und anderen Gitarristen studiert die Gruppe neue Stücke ein, meist Rock und Pop. Zu Hause bringt er sich selbst weitere Instrumente bei: Keyboard, Schlagzeug, Bass – mit all diesen Instrumenten weiß Daniel März mittlerweile etwas anzufangen.

Die Leidenschaft für die Musik ist groß. Dabei spielt sonst niemand aus seiner Familie ein Instrument: "Das Interesse hat sich von selbst entwickelt." Das Musizieren nimmt einen großen Teil seines Lebens ein: Karate habe er mal angefangen, aber schnell keine Zeit mehr für das zusätzliche Hobby gefunden. Die Organisation verschiedener Veranstaltungen übernimmt Daniel März hingegen gern. Sein Berufswunsch überrascht daher nicht: "Ich möchte Musik studieren und Gitarrenlehrer werden." Dann kann er sein Können an ähnlich talentierte Musiker weitergeben.

(NGZ)