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Großer Aderlass beim SV Rheinwacht Stürzelberg

Fußball-Kreisliga-A : SV Rheinwacht Stürzelberg erleidet großen Aderlass

Dormagener Verein will zurück in die Kreisliga B, weil er keine schlagkräftige mehr zusammenbekommt. Auch Erfolgscoach Carlos Perez hat dem Verein den Rücken gekehrt. So geht der Verein damit um.

Schwere Zeiten für den Fußball-A-Ligisten SV Stürzelberg. Gleich neun Spieler haben dem Verein in den vergangenen Wochen und Monaten den Rücken gekehrt. Patrick Pelikan, Guiseppe Castorino, Can Karahan folgen David Labusga zum FC Zons, der sich schon im Winter den Festungsstädtern angeschlossen hat. Nico Becker und Marvin Geißler kehren nach einem kurzen Ausflug nach Stürzelberg zurück zum SV Rosellen. Der VdS Nievenheim schnappt sich Nils Jochmann, Benjamin Menn und Gregor Siatecki. Sven Sistig geht zum TSV Bayer Dormagen. Damit bricht das Gerüst der Aufstiegsmannschaft von 2019/2020 auseinander.

Aufstiegstrainer Carlos Perez und sein Co-Trainer Ayhan Karadeniz verlassen den Klub ebenso. Murat Dogan übernimmt mit Daniel Boldt die Geschicke. „Wir möchten uns ausdrücklich bei Carlos Perez und Ayhan Karadeniz bedanken“, erklärte Vorstandsvorsitzender Michael Krause. Wieso die Spieler trotz nagelneuer Anlage weglaufen? Krause ist ein wenig ratlos: „Es hat sich eine Dynamik entwickelt. Was der genaue Grund dafür ist, kann ich mir nicht erklären. Es gibt ganz unterschiedliche Faktoren.“ Der Verein scheint aber nicht an dem Aderlass zu zerbrechen. „Wir haben uns mit der Situation arrangiert“, stellt Krause klar. Deswegen geht der Blick jetzt nach vorne: Beim Fußballkreis hat der Verein bereits einen Antrag gestellt. Stürzelberg will in der kommenden Saison in der Kreisliga B starten, den Platz in der Kreisliga A würde der Klub freiwillig abgeben. „Wir hoffen, dass das klappt“, sagt Krause. Ob Stürzelberg auch wieder eine zweite Mannschaft in der Kreisliga C stellt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. Erst 2020 war Stürzelberg in der Abbruchsaison aufgestiegen. In der vergangenen Spielzeit, die letztlich annulliert wurde, holte die Rheinwacht in elf Spielen zehn Punkte und kämpfte ohnehin gegen den Abstieg in die Kreisliga B.