Polizei ermittelt : Großbrand in Jüchen

Vollständig ein Raub der Flammen wurde am Samstagmorgen eine rund 1000 Quadratmeter große landwirtschaftliche Halle eines Gemüsehofs bei Gubberath. Viele Stunden lang kämpften 60 Feuerwehrleute aus Jüchen, Grevenbroich und Bedburg gegen die Flammen - es handelt sich um den größten Brand in Jüchen seit etwa 20 Jahren.

Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nachmittagsstunden. Es entstand großer Sachschaden. Die Halle ist nach Einschätzung der Feuerwehr einsturzgefährdet. Die Brandursache steht noch nicht fest. Die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus.

Nachbarn hatten das Feuer an der Ulmenstraße gegen 5.30 Uhr bemerkt und sechs polnische Landarbeiter geweckt, die in der Halle ihre Unterkünfte hatten und beim Eintreffen der Feuerwehr bereits draußen waren. Zunächst brannten Paletten neben der Halle, doch schon bald stand das gesamte etwa 40 mal 80 Meter große Gebäude in Brand.

Ein Traktor, Kohl, Sellerie und leere Kisten verbrannten. Teile der Dachkonstruktion stürzten ein. Der Rauch zog über die benachbarte Bahnlinie und die A 540. Die Deutsche Bahn wurde informiert, die Züge fuhren langsam an der Unfallstelle vorbei.

Aus sieben Strahlrohren und einem Wasserwerfer schossen bis zu 5000 Liter Wasser in der Minute ins Flammenmeer. "Es war eine Materialschlacht", sagte Feuerwehrchef Heinz-Dieter Abels. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt.

Die Ermittlungen der Polizei laufen. "Hier geht ein Brandstifter um", sagen Dorfbewohner, vor einigen Wochen hätten beispielsweise ein Stromkasten und mehrere Mülltonnen gebrannt.

Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der Nummer 02131 3000 zu melden.

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(jco/ila)