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Grevenbroicher Citylauf ist ein Erfolgsmodell

Leichtathletik : Der sportliche Start ins Wochenende

Läuft am Freitag alles gut, knackt der Grevenbroicher Citylauf in seiner vierten Auflage die Marke von 2500 Teilnehmern.

Am Mittwoch saß Willy Helfenstein, der sich im vierköpfigen Organisationsteam des Grevenbroicher Citylaufs um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert, noch gewohnt tiefenentspannt an seinem Schreibtisch im Neusser Rathaus. Auch zwei Tage vor dem Großereignis rund um den Grevenbroicher Marktplatz keine Spur von Nervosität beim Pressewart der veranstaltenden SG Neukirchen/Hülchrath. „Ist ja mittlerweile schon die vierte Auflage, da hat man schon ein bisschen Routine“, sagt er schmunzelnd.

Dazu hat er allen Grund, schickt sich der Citylauf doch an, Platz zwei im inoffiziellen Ranking der Laufereignisse im Rhein-Kreis Neuss zu übernehmen. Bis zum Meldeschluss am Mittwoch lagen dem „Orga-Team“ um Dr. Bernd Juckel 2245 Voranmeldungen vor. Rechnet Helfenbein noch die zu erwartenden Nachmeldungen hinzu, „dürften wir die Grenze von 2500 Teilnehmern am Freitag knacken.“ Keine allzu gewagte Prognose bei wahrscheinlich läuferfreundlichen Temperaturen von 15 bis 17 Grad und bewölktem Himmel. Zum Vergleich: Der Neusser Sommernachtslauf (9. Juni) gab bei Meldeschluss 3059 Teilnehmer an, das Ziel erreichten drei Tage später dann 2892 Läufer und Läuferinnen.

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Erfreulich, so Helfenstein weiter, seien vor allem die Steigerungen in den Schülerläufen. „Hier haben sich die Teilnehmerzahlen seit der Erstauflage 2015 mehr als verdreifacht.“ Nicht unerwähnt lassen will er in diesem Zusammenhang das Engagement der Grevenbroicher Firmen in Schulprojekten zur Bewegungsförderung – mit dem erfreulichen Ergebnis: Für die Schülerläufe über 1200 und 1700 Meter liegen mehr als 770 Meldungen vor, rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Die vielen Freizeit-, Hobby- und Firmenläufer sorgen dafür, dass der Jedermannlauf über fünf Kilometer mit 598 Voranmeldungen leicht über den Vorjahreszahlen liegt. „Jedoch ist nicht zu erwarten, dass die Laufobergrenze von 800 Startern in diesem Jahr erreicht wird“, sagt Helfenstein und fügt an: „Die Meldungen für die 10.000 Meter haben sich nach den Steigerungen in den Vorjahren diesmal mit 218 Meldungen stabilisiert.“ Mächtig zur Sache gehen könnte es im Lauf über zehn Kilometer, der zeitgleich mit dem „Flotten Fünfer“ für Starter, die für 5000 Meter weniger als 25 Minuten benötigen, angesetzt ist (20.40 Uhr). Denn in Nikki Johnstone (ISR Neuss) fordert der überlegene Sieger des 36. Neusser Sommernachtslaufs den „Titelverteidiger“ Maciek Miereczko (VfB Erftstadt) heraus. Vor zwölf Monaten hatte sich Miereczko erst auf der letzten Runde mit einer Tempoverschärfung entscheidend abzusetzen gewusst und in 32:18 Minuten einen Streckenrekord aufgestellt. Habtom Tedros (TG Neuss), im Vorjahr auf Platz drei, ist ebenfalls ein heißer Kandidat für das Treppchen. Bei den Frauen möchte Christine Venhuizen aus den Niederlanden ihren Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen. Über fünf Kilometer hatten 2017 zwei Läufer aus dem Rhein-Kreis ganz oben auf dem Treppchen gestanden: Matthias Rück (TG Neuss) gewann bei den Männern, Petra Maak (TSV Bayer Dormagen) bei den Frauen.

Natürlich keineswegs vergessen haben die Organisatoren des Grevenbroicher Citylaufs den tragischen Tod eines Teilnehmers im Vorjahr. Der Hobby-Sportler war auf der Strecke bewusstlos zusammengebrochen, konnte von den herbeigeeilten Rettungskräften zwar zunächst erfolgreich reanimiert werden, verstarb aber kurz darauf in der Universitätsklinik Düsseldorf. Helfenstein: „In Absprache mit der Familie wird Dr. Bernd Juckel vor dem Jedermannlauf über fünf Kilometer mit einer kurzen Ansprache an ihn erinnern, danach stellen wir sein Foto am Streckenrand auf – ganz so, als ob er noch mal mitlaufen würde.“